Zurück zu about the IMA







Highlight: ROLLING STONE hat gewählt: Die besten Alben des ersten Halbjahres 2019

NOMINEE BEGINNER: Billie Eilish

Eine 17-Jährige aus Los Angeles führt der Popwelt vor, wie im digitalen Zeitalter Karrieren gemacht werden. Im November 2015 lud Billie Eilish den Song „Ocean Eyes“, eine Zusammenarbeit mit ihrem älteren Bruder Finneas O’Connell, auf der Online-Musikplattform SoundCloud hoch. Der Song ging viral, Eilish wurde zur Internet-Sensation (mit mittlerweile über 37 Millionen Followern auf Instagram). Daraufhin wurde das Label Interscope auf die Sängerin aufmerksam, nahm sie unter Vertrag und brachte „Ocean Eyes“ auf den herkömmlichen Kanälen neu heraus.

Gegen jede Konvention

Nicht nur mit der Art, wie sie zum Star wurde, bricht Billie Eilish mit Konventionen. Sie ist ein Teenager, der Musik für ein (vornehmlich) Teenagerpublikum macht, ihre Musik aber hält sich so gar nicht an die landläufigen Vorstellungen von Teen-Pop. Im Gegenteil, der elektronische Avant- und Art-Pop ist für alle gemacht, die gewillt sind, sich mit zeitgenössischer Musik auseinanderzusetzen. Als Eilish im März 2019 ihr Debütalbum „When We Fall Asleep, Where Do We Go“ veröffentlichte, ging es in den USA und Großbritannien auf Anhieb auf Platz 1 der LP-Charts, in Deutschland auf Platz 3.

Der Pop der Gegenwart

Die Künstlerin, die in eine volldigitalisierte Welt hineingeboren wurde, kennt keine Berührungsängste mit Genres und Epochen. Das Album hört sich an wie eine Playlist ohne ein offensichtliches Thema. Billie Eilish fügt zusammen, was nach den ungeschriebenen Pop-Gesetzen nicht zusammengehört: minimalistischer Electro-Pop, Trap-Beats zu Balladen, Novelty-Music, HipHop-not-HipHop, LoFi-Folk, Jazz. Sie singt von dunklen Gedanken, unerfüllter Liebe und Trennungen – auch nicht gerade die klassischen Teen-Pop-Themen. Die Musik von Billie Eilish ist frei von Kalkül und Ironie. Es ist der Pop der Gegenwart.

Am 22. November wird erstmals der International Music Award in Berlin vergeben. Mehr zum IMA erfahrt ihr hier.


HERO: Red Hot Chili Peppers-Bassist Flea über seinen Helden Neil Young

Im Werk von Neil Young gibt es einen Widerspruch. Er arbeitet so hart als Songwriter und hat so phänomenal viele perfekte Songs geschrieben. Und gleichzeitig ist es ihm scheißegal. Das liegt daran, dass es ihm um die Essenz geht, nicht darum, ob die Tonart stimmt oder irgendwas verzerrt ist oder nicht ganz sauber aufgenommen. Das ist ihm wurscht. Neil Young hat ganze Alben gemacht, die nicht gerade toll waren, aber statt zu der Formel zurückzukehren, die nachweislich funktioniert, zeigt er lieber, an welchem Punkt er sich gerade befindet. Das ist es, was einem so viel Respekt abnötigt – dass es…
Weiterlesen
Zur Startseite
Florence And The Machine

Florence And The Machine