Penis-Pose bei WM-Sieg: Cool oder einfach nur idiotisch?


von

Argentinien ist am Sonntag (18. Dezember) mit einem 4:2-Sieg gegen Frankreich im Elfmeterschießen zum dritten Mal Weltmeister geworden. Während ein Großteil der Welt in diesem Moment auf Lionel Messi schaute, weil dieser seine Traumkarriere mit dem letzten noch wichtigen Pokal veredelte, sorgte ein anderer Kollege von ihm für Aufsehen: Torwart Emiliano Martinez.

Der Keeper hatte während des WM-Turniers zahlreiche Glanzparaden gezeigt und war bereits im Elferschießen gegen die Niederlande entscheidender Mann auf dem Platz. Nun war er gegen die Franzosen wieder zur Stelle und feierte seine Leistung – die auch noch mit dem Preis für den besten Torwart beim Turnier in Katar gewürdigt wurde – auf seine nicht ganz so elaborierte Weise.

Der 30-Jährige hielt sich die Torwarthandschug-Trophäe (okay, das ist wirklich ein hässliches Teil…) vor die Hose und zelebrierte mit schiefem Grinsen eine Art „Ich hab den Größten“-Jubel.

Wer ist hier arroganter?

Während man geteilter Meinung sein kann über die Aktion – ist sie nun mutiger und frecher als etwa die Mundzu-Aktion der DFB-Elf, oder zeigt sich hier einfach ein Fußball-Punk von seiner rüpelhaftesten Seite? – gibt es am Tag nach dem Spiel nun Gewissheit, warum Martinez überhaupt ins tiefe Regal griff, um sich und sein Team derart obszön zu feiern.

„Ich habe es getan, weil mich die Franzosen ausgebuht haben“, sagte der Keeper „TyC Sports“. „Ich kann mit deren Arroganz nichts anfangen.“

Es bleibt allerdings die Frage, warum Martinez Arroganz beklagt, wenn er zuvor nach jedem Fehlschuss der Franzosen, in dem Fall von Aurélien Tchouaméni und Kingsley Coman, wie ein Gockel vor ihnen ein überhebliches Tänzchen aufführte.

Eurasia Sport Images Getty Images