Phil Collins auf den Spuren Motowns


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Das Soul Revival scheint nahezu erschöpft, da bemüht sich auch Phil Collins um das Vermächtnis Motowns – eine Ehrenrettung, der es nicht mehr bedurft hätte. Duffy und Adele haben längst die letzten Früchte gepflückt, doch war es Amy Winehouse, die den Soul der 60er und 70er Jahre so triumphal wieder belebt und ihm ein pralles Vintage-Outfit verpasst hat. In dieses steigt Phil Collins auf seinem Anfang September erscheinendem Album „Going Back“. Und zurück kehrt er vor allem zur Musik seiner Jugend.

„You Can’t Hurry Love“ hieß Collins erster Flirt mit dem Motown-Sound der 60er Jahre. 1982 gelang ihm mit dieser Coverversion des Supremes Klassikers der Sprung an die Spitze der britischen Charts. Jetzt hat er sich „Too Many Fish In The Sea“ von den Marvelettes („Please Mr. Postman“) vorgenommen. Bei Collins klingt der Song wie eine Mischung aus Otis Redding und Martha & The Vandellas, nur ohne Hitze und Überschwang. Obwohl hier jeder Ton auf altes Vinyl getrimmt ist, wirkt Collins fidel wie lange nicht mehr. Ganz manierlich bringt er die gängigen Manierismen des Genres zu Gehör. Wem Amy Winehouse zu viel Droge und Duffy zu viel Koketterie ist, der dürfte hier gut bedient sein.

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Max Gösche