Phoebe Bridgers zaubert mittelalterliche Magie mit „Lost Boys“

Die erste Single aus „Lost Weekend“ vereint Jack Antonoff, Alex G, ihre boygenius-Bandkolleginnen Lucy Dacus und Julien Baker und viele mehr.

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Alle einsteigen, bitte! Wir fahren zum Renaissance-Fest. Phoebe Bridgers hat soeben ihr erstes Soloalbum seit sechs Jahren angekündigt – „Lost Weekend“ –, und jetzt gibt es den ersten Vorgeschmack darauf: eine neue Single namens „Lost Boys“.

Die Single beginnt mit ein paar Sekunden gefilterter Vocals durch einen Vocoder-Effekt, bevor Bridgers‘ vertraute Stimme einsetzt. „This machine is killing me/ I pretended it was make believe“, singt sie später, begleitet von großen Trompeten, die an „Kyoto“ erinnern. Der Chorus ist euphorisch – Bridgers beschreibt darin die titelgebenden „Lost Boys“, die nie erwachsen werden, nie nach Hause gehen und ihr Pausengeld nie ausgeben. „Lost boys find me“, singt sie.

Das Video, inszeniert von Lance Oppenheim und Pablo Rochat, zeigt Bridgers auf einem surrealen Renaissance-Rummel: Männer in Ritterrüstungen brettern auf Motorrädern in die Sonne, Bridgers gibt eine zauberhafte Maid, und Schauspieler Skyler Gisondo spielt einen Tankstellenkassierer, der sich in einen Ritter in glänzender Rüstung verwandelt.

Starkes Kollektiv im Studio

„Lost Weekend“ wurde von Bridgers, Jack Antonoff sowie Bridgers‘ langjährigen Kollaborateuren Tony Berg und Ethan Gruska produziert – mit zusätzlicher Produktion von Alex G, dem Singer-Songwriter aus Philadelphia, der auch Studioarbeit mit Frank Ocean und Halsey vorzuweisen hat. Im Credit-Sheet finden sich weitere Vertraute aus Bridgers‘ engstem Kreis: Ihre Boygenius-Bandkolleginnen Lucy Dacus und Julien Baker singen mit, Christian Lee Hutson griff zur Akustikgitarre, und Gruska spielte verschiedene Instrumente ein. Außerdem dabei: Schlagzeuger Marshall Vore, Gitarrist Harrison Whitford, Streicher-Spezialist Rob Moose sowie Bright-Eyes-Mitglieder Mike Mogis und Nate Walcott. Auch Conor Oberst hat einen kleinen Gastauftritt.

Die neue Single erscheint einen Tag, nachdem Bridgers „Lost Weekend“ angekündigt hat – das Album kommt am 14. August via Dead Oceans und ist ihr erstes Solowerk seit dem gefeierten „Punisher“ aus dem Jahr 2020. Zur Albumveröffentlichung geht sie auf die sogenannte „Lost Tour“, die am 15. September in Indianapolis, Indiana, startet. Wie schon bei den intimen Acoustic-Shows, mit denen sie zuletzt Fans quer durchs Land überraschte, gilt auch auf der „Lost Tour“ ein striktes Handyverbot. „Falls einer von euch eine Apple Watch im Hintern versteckt hat, um das hier aufzunehmen – bitte stellt das nicht ins Internet“, sagte sie Anfang des Monats zu ihrem Publikum im Madison Square Garden. „Ich vertraue euch.“

Angie Martoccio schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil

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