Pink Floyd: Neuer Song „Hey Hey Rise Up!“ für Ukraine im Stream


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Mit „Hey Hey, Rise Up!“ haben Pink Floyd am Donnerstag (07. April) ihre erste Single seit 28 Jahren veröffentlicht, ihr erstes neues Material seit dem „Division Bell“-Album von 1994 (das 2014 erschienene Werk „The Endless River“ besteht aus vorangegangenen Session-Outtakes).

Die beiden noch aktiven bzw. lebenden Pink-Floyd-Mitglieder David Gilmour und Nick Mason (Syd Barrett stieg 1968 aus und verstarb 2008, Roger Waters stieg 1985 aus, Rick Wright verstarb 2008) spenden die Erlöse des Songs einem Ukraine-Hilfsfond. Gilmour singt nicht, den Gesang übernimmt Andriy Khlyvnyuk, Frontmann der ukrainischen Rock-Band BoomBox. Er legt die Melodie des ukrainischen Protest-Lieds „Oi u luzi chervona kalyna“ über den Instrumentaltrack von Gilmour/Mason.

Das Single-Cover zeigt eine Art „Sonnenblume mit Auge“, der Schriftzug der Band ist in den ukrainischen Landesfarben Blau und Gelb getaucht.

Gilmour und Khlyvnyuk sind seit eines gemeinsamen Auftritts befreundet. Die Session entstand per Facetime – weil Khlyvnyuk im Krankenhaus liegt, er wurde durch eine Granate verletzt. Das Video zeigt die Band beim Einspielen des Stücks, dazwischen Aufnahmen aus dem Ukraine-Krieg.

Pink Floyd – „Hey Hey, Rise Up!“

Die Idee zur Kooperation kam Gilmor, als er ein Video von Khlyvnyuk auf Twitter entdeckte – der ukrainische Musiker zeigt sich darin bewaffnet und kampfbereit. „Ich dachte, damit kann ich vielleicht etwas anstellen“, sagte Gilmour dem „Guardian“ – dort ist auch ein aktuelles Foto der zwei Pink-Floyd-Musiker abgebildet, vor einer Ukraine-Flagge und mit den beiden Session-Gästen Nitin Sawhney and Guy Pratt. „Es ist sehr frustrierend zu sehen, wie diese unabhängige, friedliche und demokratische Nation von einer Großmacht ungerechtfertigterweise angegriffen wird. Es wäre für mich unerträglich gewesen, gar nichts zu machen.“

Andriy Khlyvnyuk in Militärkleidung: