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PlayStation 5: Sony will mehr Exklusivtitel und dafür Studios aufkaufen

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf metal-hammer.de veröffentlicht.

Die PlayStation 4 von Sony kam zwar bereits im November 2013 auf den Markt, ein Ende der aktuellen Konsolengeneration ist so schnell aber noch nicht in Sicht. Im September 2016 wurde die PlayStation 4 in einer kompakten Slim-Variante generalüberholt und mit der PlayStation 4 Pro gibt es seit November 2016 einen leistungsfähigeren Ableger der PS4, der vor allem eine bessere Grafik und höhere Leistung verspricht. Die PS4 Pro richtet sich vor allem an Spieler mit einem 4K-Fernseher.

Update vom 04. Juli 2019

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Sony will sein Portfolio an Erstentwicklern für die Veröffentlichung der PlayStation 5 deutlich aufstocken und hierfür auch neue Studios einkaufen. Die „PlayStation Worldwide Studios“ bestehen aktuell aus 13 Entwicklungshäusern in Europa, den USA und Japan. Sony will aber noch deutlich weiter wachsen, um noch mehr exklusive Spiele anbieten zu können. Dies hat Jim Ryan, Präsident und CEO von Sony Interactive Entertainment (SIE), im Gespräch mit der Website „Nikkei“ verraten:

„Inhalte sind wichtiger als jemals zuvor. Wir sind seit über 25 Jahren in der Gaming-Industrie tätig und haben große Vermögenswerte. Für Neueinsteiger wird es schwierig, solch eine Produktionsfirma oder solche Titel zu haben.“

Das ist sicherlich auch ein Seitenhieb gegenüber Google Stadia, dem Streaming-Gaming-Dienst. Denn dort gibt es derzeit nur ein einziges Erstentwicklerstudio, das an exklusive Inhalte für Stadia arbeitet. Angeblich soll Sony großes Interesse an Entwickler Remedy Entertainment haben. Das Studio hatte jahrelang einen Deal mit Microsoft, ist jetzt aber wieder unabhängig und das kommende Spiel „Control“ erscheint auch als Multiplattformtitel am 27. August 2017 für PS4, Xbox One und PC.

Übrigens: Xbox-Konkurrent Microsoft bringt es derzeit auf 15 Studios, weitere Aufkäufe sind aber auch dort geplant.

Update vom 04. Juni 2019:

Nachdem Sony bereits mehrere Infos und Einblicke zu den technischen Daten der PlayStation 5 preisgegeben hat (diese findet ihr weiter unten), folgen nun neue Infos zur geplanten Abwärtskompatibilität.

PlayStation 5: Abwärtskompatibilität

Besitzer einer Xbox One kommen schon länger in den Genuss der Abwärtskompatibilität. Dadurch können Spiele für die Xbox 360 ganz einfach auf der Xbox One gespielt werden, indem man einfach nur die Spiele-Disk ins Laufwerk schiebt. Sony hat sich bis zuletzt mit aller Macht dagegen gewehrt, mit der PlayStation 5 soll es aber nun endlich Abwärtskompatibilität geben, zumindest für PS4-Spiele. Ein neues Patent enthüllt nun weitere Details dieser Funktion:

Zwei Phasen der Abwärtskompatibilität

So läuft die Abwärtskompatibilität der PlayStation 5 in zwei Phasen ab: Im ersten Schritt wird die Hardware der PS4 (Pro) auf der PlayStation 5 via Software emuliert. Ziel hierbei ist es, dass PS4-Spiele auf der neuen Konsole genauso gut laufen, wie auf der Original-Hardware der PS4. Dadurch soll garantiert werden, dass alte Spiele fehlerfrei und ohne Performance-Einbußen auf der PS5 wiedergegeben werden können. Laufen alte Spiele anstandslos, beginnt Phase 2:

Da die PlayStation 5 deutlich leistungsstärker als die reguläre PS4 oder verbesserte PS4 Pro ist, werden im zweiten Schritt der Abwärtskompatibilität Betriebsparameter wie die Taktfrquenz der CPU angepasst, um eine bessere Leistung zu erzielen. Das hat bei Spielen zum Beispiel zur Folge, dass sie flüssiger laufen oder aber mit einer höheren Auflösung beziehungsweise besserer Kantenglättung dargestellt werden können. Im besten Fall laufen PS4-Spiele auf der PlayStation 5 nicht nur flüssiger, sondern sehen auch besser aus, wenn auch nur minimal.

Sony gibt exklusive Einblicke in die nächste Generation der Spielekonsole

Aber natürlich ist es kein Geheimnis, dass Sony auch schon seit einigen Jahren an einen richtigen Nachfolger der PlayStation 4 arbeitet. Und nun nennt Sony erstmals ganz offiziell Zahlen und Fakten zur nächsten Konsolengeneration, die offiziell noch keinen Namen hat. Der Einfachheit halber nennen wir sie aber PlayStation 5.

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In einem exklusiven Gespräch mit Wired.com hat Mark Cerny, leitender Systemarchitekt der PlayStation, über die PS5 gesprochen. Die wichtigen Details aus diesem Gespräch haben wir hier für euch zusammengefasst.

PlayStation 5: Technische Daten

Die PlayStation 5 soll nicht einfach nur eine verbesserte PS4 werden, sondern laut Cerny tatsächlich einen großen Generationssprung darstellen. Erste technische Daten zu CPU und GPU liegen auch schon vor.

CPU:

Das Herzstück der PlayStation 5, der Hauptprozessor, stammt von AMD. Hierbei handelt es sich um eine CPU vom Typ AMD Ryzen mit 8 Kernen. Der Chip wird im 7-Nanometer-Verfahren gefertigt und setzt auf die „Zen 2“-Mikroarchitektur.

GPU:

Der Grafikchip ist eine Spezialanfertigung aus der „Radeon Navi“-Familie und wird Raytracing unterstützen, also eine komplexe und realistische Simulation der Strahlenverfolgung. Vereinfacht ausgedrückt ermöglicht Raytracing die Darstellung fotorealistischer Grafiken mit realistischen Lichtverhältnissen und Interaktionen von Licht mit Umgebungsobjekten.

Raytracing sorgt zwar primär für eine schöne Grafik, doch laut Mark Cerny lässt sich die Technologie auf für Gameplay-Zwecke einsetzen:

„Wenn man Tests durchführen will, um festzustellen, ob der Spieler bestimmte Audioquellen hören kann oder ob die Feinde die Schritte der Spieler hören können, ist Raytracing dafür nützlich. Es ist das Gleiche, wie einen Strahl durch die Umgebung zu bringen.“

Im Übrigen soll die PlayStation 5 auch Unterstützung für 8K-Grafik bieten, wobei hier nicht näher ins Detail gegangen wurde.

3D-Audio:

Nicht nur die Grafik soll sich verbessern, auch Audio wird bei der PlayStation 5 eine große Rolle spielen. Denn der AMD-Chip behaust eine maßgeschneiderte Einheit für 3D-Audio. Und Mike Cerny ist davon überzeugt, dass damit neue Maßstäbe in Videospielen gesetzt werden.

„Als Spieler ist es ein bisschen frustrierend, dass sich Audio nicht großartig zwischen der PS3 und PS4 verändert hat. Für die nächste Generation ist es unser Traum zu zeigen, wie dramatisch unterschiedlich das Klangerlebnis sein kann, wenn wir große Mengen an Hardware-PS darauf anwenden.“

Das Ergebnis soll eine bessere Immersion sein und tatsächlich soll – abgesehen von der PlayStation 5 natürlich – keine externe Hardware dafür benötigt werden. 3D-Audio wird ganz normal mit TV-Lautsprechern funktionieren. Der Gold-Standard ist für Cerny aber die Audioausgabe über Kopfhörer.

Ziel der PlayStation 5 soll es sein, eine gewisse Präsenz zu spüren, wenn man Spiele spielt. Also das Gefühl, innerhalb einer simulierten Umgebung zu existieren, in die man voll und ganz eintauchen kann.

PlayStation 5: VR

PlayStation VR wurde 2016 veröffentlicht, seitdem gab es – abgesehen von geringfügigen Änderungen an der Hardware – keinen Nachfolger oder sonstige Verbesserungen. Mark Cerny geht hierauf zwar nicht direkt ins Detail, aber es scheint wahrscheinlich, dass es mit der PlayStation 5 auch eine neue Version von PlayStation VR geben wird. Denn für Cerny sei VR sehr wichtig für Sony und das aktuelle PSVR-Headset soll auch mit der neuen Konsole kompatibel sein.

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PlayStation 5: Festplatte

Eins ist klar: Moderne Spiele werden nicht nur immer größer („Red Dead Redemption 2“ benötigt fast 100 GB Speicherplatz), sondern auch immer anspruchsvoller. Und das hat oftmals lange Ladezeiten zur Folge. Und genau die sind Mark Cerny ein Dorn im Auge, denn am liebsten würde er sie komplett eliminieren. Deshalb wird in der PlayStation 5 auch eine SSD stecken, die selbst aktuelle High-Ends SSDs für PCs in den Schatten stellen soll.

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Um das zu beweisen, hatte er ein Dev-Kit einer PS5 und die PS4 Pro an Fernseher angeschlossen und darauf „Spider-Man“ laufen lassen. Mit Hilfe der Fast-Travel-Funktion im Spiel wechselte Cerny den Ort und natürlich gab es einen Ladescreen. Auf der PS4 pro war dieser Ladebildschirm für 15 Sekunden zu sehen, auf der PS5 gerade einmal 0,8 Sekunden. Auf die genauen Details zur SSD und zur Schnittstelle geht Cerny zwar nicht näher ein, dafür gibt es hier aber noch ein weiteres Beispiel zur Veranschaulichung:

Selbst wann man die beste und schnellste SSD in eine PS4 Pro einbaut, dann wird diese dadurch nur ein Drittel schneller. Dank der integrierten SSD der PlayStation 5 soll diese aber ganze 19 Mal flotter Daten nachladen können.

PlayStation 5: Preis und Verfügbarkeit

Konkrete Infos zum Preis der PS5 und zur Verfügbarkeit gibt es natürlich noch nicht, dafür sind aber zwei Sachen sicher: Die PlayStation 5 wird nicht mehr in diesem Jahr erscheinen und Sony wird auch keine Konferenz auf der Spielemesse E3 halten, die vom 11. bis zum 13. Juni 2019 in Los Angeles veranstaltet wird. Was den Preis angeht vermuten wir derzeit aber, dass die PlayStation 5 irgendwo zwischen 400 und 500 Euro kosten wird. Das ist aber bisher nur reine Spekulation unsererseits und wurde bisher mit keinem Wort von Sony bestätigt.

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