Queen-Single „Bohemian Rhapsody“ im neuen ROLLING STONE: Großereignis in Überlänge


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Wer das Schaffen von Queen verfolgt hatte, den traf „Bohemian Rhapsody“ nicht unvorbereitet: „My Fairy King“ von ihrem 1973 erschienenen Debüt hatte bereits beeindruckend viele Overdubs – und enthielt die Zeilen, die Freddie Bulsaras Entschluss besiegelte, seinen Nachnamen zu ändern: „Mother Mercury/ Look what they’ve done to me.“ Die außergewöhnliche Struktur dieses frühen Stückes führte zum noch komplexeren, auf „Queen II“ (1974) veröffentlichten „The March Of The Black Queen“, das als Vorläufer von „Bohemian Rhapsody“ gilt. Deren Aufnahme, begleitet vom damaligen Queen-Stammproduzenten Roy Thomas Baker, dauerte mehrere Wochen. Brian May erinnert sich: „Freddie nahm die Vocals auf, und dann bauten wir den Harmoniegesang immer weiter aus, wie beim Erschaffen eines Gemäldes. Wir wussten nur so ungefähr, wohin die Reise geht. Aber Freddie hatte das alles schon in seinem Kopf!“

Anschließend ließen Queen das Lied Radio-DJ Kenny Everett zukommen, da sie seinen Rat suchten: Würde ein 5 Minuten und 55 Sekunden langes Lied überhaupt im Radio ge- spielt werden? Ihre Plattenfirma EMI weigerte sich bereits, „Bohemian Rhapsody“ als Vorabsingle zu „A Night At The Opera“ auszukoppeln. Der damalige Queen-Manager John Reid hatte das Stück sogar seinem Protegé Elton John vorgespielt, der ebenfalls Bedenken anmel- dete. Aber Everett entkräftete sie: Er spielte „Bohemian Rhapsody“ 14-mal. An einem Tag! Die Resonanz der Hörer war gigantisch. Am 31. Oktober 1975 wurde Mercurys Opus mag- num dann doch als Single veröffentlicht und die erste Nummer eins für Queen in England.

Eigentlich waren es drei Songs in einem: kaleidoskopische Popballade, opulentes Operndrama, rasante Hardrock-Exkursion. Sie wurden einzeln aufgenommen und dann erst vereint. Mercury hatte die melodischen Mosaiksteine teilweise jahrelang mit sich herumgetragen; den „Mama just killed a man“-Part gab es bereits zu Zeiten der Queen-Vorgängerband Smile. Die Bedeutung des Textes blieb selbst für Mercurys Bandkollegen ein Mysterium, allein schon weil sie einander Songinhalte grundsätzlich nicht erklärten. Der Gong, der am Schluss zu hören ist, wurde fester Bestandteil der „Bohemian Rhapsody“-Performance, er war auch Roger Taylors Hommage an Led-Zeppelin-Schlagzeuger John Bonham.

Weil Queen den Opernteil nicht live reproduzieren konnten (sie verließen bei ihren Konzerten während dieser vom Band abgespielten Passage stets die Bühne), aber die Einladung zu Englands wichtigster Musik-TV-Show, „Top Of The Pops“, nicht ausschlagen wollten, drehten sie als Auftrittsersatz einen Videoclip. Sechs Jahre vor MTV. „Bohemian Rhapsody“ steht bis heute im Vereinigten Königreich auf Platz 3 der meistverkauften Singles aller Zeiten. Was für ein Großereignis dieser Song war, wird deutlich, wenn man die Plätze 1 und 2 betrachtet: Elton Johns Lady-Di-Version von „Candle In The Wind“ und „Do They Know It’s Christmas?“ von Band Aid – dem 1984 Queens einzige Weihnachtssingle, „Thank God It’s Christmas“, in den Charts Gesellschaft leistete.

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