„Radio Eins“-Musikchef Peter Radszuhn ist tot

Peter Radszuhn, der langjährige Musikchef des öffentlich-rechtlichen Radiosenders „Radio Eins“, ist überraschend im Alter von 60 Jahren gestorben, wie der Sender heute mitteilte. Radszuhn hatte „Radio Eins“ als Musikchef mit viel Leidenschaft und kreativem Engagement seit der Gründung 1997 geprägt.

Mit den Worten „Unser Format ist, dass wir kein Format haben“, hatte er gegenüber der „Musikwoche“ das Geheimkonzept von „Radio Eins“ zusammengefasst. Seit langem positioniert sich der Sender als innovative Programmalternative zur immergleichen Top-20-Rotation anderer Radiostationen. Der freche Slogan „Nur für Erwachsene“ unterstützt diese Ausrichtung folgerichtig.

Peter Radszuhn kam 1954 in Berlin zur Welt und studierte Germanistik an der Freien Universität. Musik lag ihm dabei schon sehr früh am Herzen: Er spielte in der NDW-Band Tempo und legte als DJ im Kreuzberger SO 36 Platten auf. Als Musikmanager war er viele Jahre lang Mitglied in der Jury des Senatsrockwettbewerbs. Zum Radio kam er 1989 als Quereinsteiger beim damaligen Sender Freies Berlin (SFB).

Kooperation

Dagmar Reim, die Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), würdigte Radszuhn als stilbildenden Musikjournalisten: „Peter Radszuhn stand von der ersten Sendestunde an für die Musik bei Radio Eins.“ Programmchef Robert Skuppin hob die „unvergesslichen Interviews“ hervor, die Radszuhn mit David Bowie, Neil Young und Bob Geldof geführt habe. Besonders stolz konnte Radszuhn auch auf die richtungweisenden Radiopremieren von Bands wie The Strokes, Arctic Monkeys oder der White Stripes sein. Auch der deutsche Erfolgs-Act Wir sind Helden lief zum ersten Mal bei „Radio Eins“ über den Äther.

In einem Interview mit der „Berliner Zeitung“ hatte Radszuhn einmal gesagt: „Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik.“ „Radio Eins“ wird am Mittwochabend (22.10.) um 21 Uhr an die Arbeit ihres einflussreichen Musikchefs erinnern.


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