Gehen Radiohead 2026 auf Tournee?
Kommen Radiohead 2026 zumindest in die USA? Europa-Tour, interne Spannungen und Tourpläne im Überblick.
Sofern sie nicht bereit waren, über den Atlantik zu fliegen, gingen US-Radiohead-Fans bei der ersten Tour der Band seit sieben Jahren leer aus. Die im vergangenen Monat beendete Konzertreihe umfasste 20 Shows in fünf europäischen Städten.
Danach verschwand die Band erneut vollständig von der Bildfläche, während Fans in den USA sehnsüchtig Videos bestaunten. Etwa von der Wiederentdeckung von „Sit Down, Stand Up“.
Nun stellt sich – wie im aktuellen Podcast ROLLING STONE Music Now diskutiert – die große Frage, ob Radiohead 2026 auch wieder in den USA auftreten werden. Ein Sprecher der Band erklärte, es gebe dazu derzeit keine neuen Informationen.
Triumphale Europa-Shows und offene Fragen
Die Europa-Tour von Radiohead mit Stationen in Madrid, Bologna, London, Kopenhagen und Berlin war ein Erfolg. Abgesehen von vereinzeltem Murren über das Rundbühnen-Konzept und herabsenkende Leinwände, die die Sicht auf die Band zu Beginn mancher Shows einschränkten. Als die Tour im September angekündigt wurde, bezeichnete Schlagzeuger Philip Selway die Termine ausdrücklich als Testlauf. „Vorerst sind es nur diese Termine. Aber wer weiß, wohin das alles führen wird.“
Doch führt es tatsächlich in die Vereinigten Staaten? Wie im Podcast erläutert wird, scheint zunächst dagegenzusprechen, dass Bassist Colin Greenwood für den Sommer bereits mit Nick Cave auf Tour ist. Allerdings deutete Greenwood in einem ROLLING STONE Music Now-Interview im vergangenen Jahr an, dass er diese Zusage gemacht habe, bevor klar gewesen sei, dass Radiohead wieder aktiv würden. Die Band könnte ihren Zeitplan also durchaus anpassen.
Wollen Radiohead überhaupt zurück?
Die größere Unbekannte ist jedoch, ob Radiohead überhaupt Lust haben, weiterzumachen. Das einzige Interview zur Tour brachte interne Spannungen sowie politische Differenzen ans Licht. „Jemand sagte, dieser Artikel sei wie eine Gruppentherapie-Sitzung gewesen“, merkt Andy Greene von ROLLING STONE im Podcast an.
Zwar wirkte die Band auf der Bühne sichtbar glücklich miteinander. Doch interne Dynamiken lassen sich schwer einschätzen. „Man weiß es nie“, so Greene weiter. „Sieben Jahre lang nichts zu machen, dann nur fünf europäische Märkte zu spielen und wieder zu verschwinden, wäre schon eine ziemliche Enttäuschung.“
Blick auf die Konzertlandschaft 2026
Im weiteren Verlauf der Folge geht es um die allgemeine Konzertlage 2026. Darunter angekündigte Tourneen von Rush, Ariana Grande, Bruno Mars und vielen weiteren. Außerdem werden große Namen diskutiert, die ihre Pläne noch nicht offiziell gemacht haben. Harry Styles hat seit Juli 2023 kein Konzert mehr gespielt. Doch Plakate und eine neue Website deuten auf ein kommendes Album hin. Und mit einem Album gehen fast immer Live-Shows einher.
Ähnlich ist die Lage bei Beyoncé. Gerüchte über ein neues Album halten sich hartnäckig, und Konzerte würden voraussichtlich folgen. Auch bei Olivia Rodrigo wird allgemein mit neuer Musik gerechnet. Es gilt als kaum vorstellbar, dass diese ohne begleitende Tour erscheint.
Konzertetikette und alte Dauerbrenner
An anderer Stelle widmet sich die Diskussion erneut dem Dauerstreit um Konzertetikette: grell leuchtende Handybildschirme, lautes Mitschreien bei Popsongs, die Sitz-oder-Steh-Debatte – und erstaunlicherweise immer noch Menschen, die „Freebird“ ins Publikum rufen. „Ich höre diesen dummen Witz seit 30 Jahren auf Konzerten“, sagt Greene. „Und er bringt immer noch Leute zum Lachen. Genau das ist das Nervige daran.“
ROLLING STONE Music Now, der wöchentliche Podcast von Rolling Stone, moderiert von Brian Hiatt, kann bei Apple Podcasts oder Spotify abonniert und heruntergeladen werden. Im Archiv finden sich neun Jahre mit Folgen, darunter ausführliche Interviews mit Künstlern wie Mariah Carey, Bruce Springsteen, Questlove, Halsey, Missy Elliott, Dua Lipa, Neil Young, Snoop Dogg, Brandi Carlile, Phoebe Bridgers, Yungblud, Rick Ross, Alicia Keys, The National, Brian May, Roger Taylor, Ice Cube, Taylor Hawkins, Willow, Keith Richards, Robert Plant, Killer Mike, Julian Casablancas, Sheryl Crow, Johnny Marr, Scott Weiland, Liam Gallagher, Alice Cooper, Fleetwood Mac, Elvis Costello, John Legend, Donald Fagen, Charlie Puth, Phil Collins, Justin Townes Earle, Stephen Malkmus, Sebastian Bach, Tom Petty, Eddie Van Halen, Kelly Clarkson, Pete Townshend, Bob Seger, The Zombies und Gary Clark Jr. Hinzu kommen zahlreiche genreübergreifende Diskussionen, Debatten und Erklärformate mit Kritikern und Reportern von Rolling Stone.