Rapper-Krieg: Polizei-Großeinsatz bei Konzert von Bushido in Bottrop


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Hundertschaften, Hundeführer und Kripo-Beamte. Was nach einem Einsatz der Polizei beim bevorstehenden G-20-Gipfel in Hamburg klingt, war am Wochenende bei einem Auftritt des Rappers Bushido in der Bottroper Disco „Prisma“ Realität. Der Grund für das Aufgebot: Ein drohender „Rapper-Krieg“. Wie die Polizei mitteilte, verlief der Einsatz dieses Mal ohne besondere Vorfälle.

Bushido und der Abu-Chaker-Clan

Mitte Juni war es in Oer-Erkenschwick zu einem Streit zwischen zwei Gruppen gekommen, wobei auch Schüsse fielen und mehrere Personen verletzt wurden. Laut Polizei hätten einige der Beteiligten Bezüge zu Rapper-Szene. Rapper „Hamad 45“ soll auf Ali M., der dem mit Bushido eng verbundenen libanesischen Abu-Chaker-Clan zugerechnet wird, geschossen haben.

Die Polizei konnte zehn der Beteiligten festnehmen, darunter auch „Hamad 45“. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Erst im vergangenen Jahr stand er wegen Erpressung vor Gericht.

Wie Szene-Seiten berichten, soll unter den Verletzten auch der Cousin eines Berliner Rappers sein, der seit längerem Streit mit dem Essener hat.