Rassismus beim Kraftwerk-Konzert? Solange Knowles wird beworfen, weil sie tanzt

Es ist der Ton. Es ist der Ton, in dem schwarzen Menschen tagtäglich begegnet wird, oft ohne Hintergedanken oder spezielle Vorsicht, und der ausdrückt: Du gehörst nicht dazu. Dies schreibt die Sängerin Solange Knowles in dem Essay „AND DO YOU BELONG? I DO“ für „Saint Heron“.

Am vergangenen Freitag freute sich die Schwester von Beyoncé auf einen Familienabend mit Mann und Sohn, mit denen sie ein Konzert von Kraftwerk in New Orleans besuchte. Was sie dort erlebte, wühlte sie jedoch sehr auf.

Als Solange ausgelassen zu „The Hall of Mirrors“ (in der deutschen Version: „Spiegelsaal“) tanzte, zischten vier ältere (weiße) Frauen hinter ihr, sie sollen sich alle setzen. Die Familie fand nichts ungewöhnlich daran, bei einem Dance-Music-Konzert zu tanzen. Kurze Zeit später dann der Eklat: Die Sängerin, ihr 11-jähriger Sohn und ihr Ehemann werden mit einer Zitronenhälfte und weiteren Abfällen beworfen. Solange bekam zu spüren, dass es im Grunde nicht ums Tanzen ging, sondern dass sie nicht willkommen war.

Für Solange Knowles war das Verhalten der Frauen rassistisch motiviert.  „Das ist der Grund, warum viele schwarze Menschen sich unwohl fühlen in vorwiegend weißem Umfeld“, schreibt die Sängerin in einem sehr persönlichen Essay, nachdem sie während des Konzerts bereits über die Vorfälle twitterte, einige der Tweets aber mittlerweile gelöscht hat.

Solange listet Beispiele auf, in denen schwarze Mensche wie selbstverständlich nachteilig behandelt werden: Zum Beispiel würden sie am Flughafen wie Kofferträger angesprochen oder im Gegensatz zu weißen Mitmenschen im Zug nach den Reisepässen gefragt.

„Du und deine Freunde wurden mit dem N-Wort beschimpft, wurden wie Prostituierte behandelt und mussten sich die Haare anfassen lassen in einer vorwiegend von Weißen besuchten Bar gleich um die Ecke von diesem Veranstaltungsort.”

Sie beendet die Aufzeichnung mit den Worten:

„We belong. We belong. We belong. 

We built this.“

Der Facebook-Post von Solange

Der Facebook-Post von Solange


Pures Talent: So klingen die Stimmen großer Sänger ohne Instrumente

Elvis Presley https://www.youtube.com/watch?v=g5V73CcYuLM Für die Liste der besten Sänger aller Zeiten schrieb Robert Plant für ROLLING STONE: „Es gibt einen Unterschied zwischen denen, die nur singen, und denen, die mit ihrer Stimme an einen anderen, jenseitigen Ort gehen, die in sich eine Euphorie erzeugen. Man verwandelt sich. Ich habe das selbst erlebt. Und ich weiß, dass Elvis das auch konnte. Mein erster Elvis-Song war ‚Hound Dog‘. Ich wusste damals noch nichts von Big Mama Thornton oder wo der ganze Swing herkam. Ich hörte nur diese Stimme, die ihren absolut eigenen Platz hatte. Die Stimme war souverän, verführerisch, gnadenlos. Sie glitt auf…
Weiterlesen
Zur Startseite