Al Casey – A Man For All Sessions

Sträflich ignoriert: einer der besten Session-Gitarristen überhaupt AI wer? Er bastelte an Duane Eddys „Twang“-Sound, komponierte Hits wie „Ramrod“ und „40 Miles Of Bad Road“. Casey spielte für Lee Hazlewood, war der gute Ton auf Nancy Sinatras „Boots“-Klassiker, besorgte die legendären Riffs für Sanford Clarks „The Fool“ undjody Reynolds „Endless Sleep“. Auf „Pet Sounds“ und Elvis-Alben ist er zu hören, auf Papa Sinatras „Strangers In The Night“ und „Never My Love“ (Assoziation). So geht das endlos weiter.

65 Jahre wird der Gitarrist aus Long Beach im Oktober, sein Berichtsheft hat Telefonbuch-Stärke. ^4 Man For All Sessions“ präsentiert 32 Tracks aus den Jahren 1955 bis 1963 (plus ein Anhängsel von 1993). Unaufdringlich formiert sich ein Stück Rock’n’Roll-Geschichte, zu der dieser stille Mann unterm Strich wohl mehr beigetragen hat als alle Claptons dieser Welt (Steve Cropper, Scotty Moore 8C Co. lassen grüßen).

Das Gros der Aufnahmen ist als Original-Vinyl kaum noch aufzutreiben, das Angebot setzt sich zusammen aus Gastauftritten und Titeln, die unter Caseys Namen erschienen sind. Track 21 ist Programm: „Guitars, Guitars, Guitars“. Sammlungen wie diese sind Sternstunden.

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