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Atemlos Regie: Jim McBride


Als Jim McBride seine Neufassung von „Außer Atem“ vorlegte, war das amerikanische Kino der 80er gerade dabei, sich durch die Geschichte des Mediums zu fressen, um sich alles, was nicht niet- und nagelfest (oder gar zu anspruchsvoll) war, mangels passender großer Ideen und Ideologien einzuverleiben. Da wurde natürlich auch nicht vor den Schätzen des europäischen Autorenkinos haltgemacht, zum Bedauern vieler Kritiker, die darob den Untergang des Abendlandes prophezeiten.

Richard Gere übernahm in „Atemlos“ den Part von Belmondo und lieferte als sehnsuchtsgetrieber Kleinganove Jesse Lujack eine derart überdrehte Darstellung ab, dass er danach nicht nur wegen seines Ganzkörpereinsatzes in der einen oder anderen Liebesszene zum Casanova Hollywoods heranreifte. Valérie Kaprisky strahlte als love addict und süße Architekturstudentin hingegen eine völlig andere Erotik aus als seinerzeit Jean Seberg, brachte es aber trotzdem nackt auf das Cover der „Cinema“.

Knisternde Erotik der 80er
Knisternde Erotik der 80er

„Atemlos“ ist natürlich nicht so verquer inszeniert wie das bewusst amateurhaft inszenierte Original, liefert aber schnödes Spannungskino, dazu die geeignete Portion Schwulst. Außerdem transportiert er das inzwischen etwas überhöhte 80er-Gefühl mit einer der Thematik geradezu ironisch zuwiderlaufenden Unschuldigkeit. Auf der nun in einer schicken Blu-ray-Box enthaltenen HD-Fassung erscheinen die schönen Menschen noch etwas schöner, ganz im Gegenteil zu dem matschigen und kontrastarmen DVD-Bild.

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