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Bryan Adams Shine A Light



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Bei allem wohlfeilen Hohn: Sie nöti­gen einem Bewunderung ab, diese altgedienten AOR-Matadoren, die noch jede Kuschelrock-Compilation mit einem konfektionierten Schmachtbolzen zieren. Die Neunziger hatten es gut gemeint mit ihnen, die Rente ist gesichert. Bryan Adams hat die Neunziger nie mehr verlassen und lässt es vor seinem 60. Geburtstag (im November) noch mal krachen.

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Okay, dass er sich mit dem bumsfidelen, mit Ed Sheeran verfassten Titelstück bei einem weit jüngeren Charts-Publikum ranschmeißen muss – das hat der Mann, der „Summer Of ’69“ geschrieben hat, nicht verdient. Und okay, danach muss man noch ein Duett mit Jennifer Lopez überstehen („That’s How Strong Our Love Is“). Aber dann wird es besser. Nicht etwa weil die Songs besser würden, sondern weil Adams seine Vorbilder so unverhohlen wie pathosgeladen feiert.

„Part Friday Night, Part Sunday Morning“ ist Spring­steen-Emphase, „Driving Under The Influence Of Love“ bewährter Dicke-­Eier-Rock’n’Roll, „All Or Nothing“ ein Museum voller AC/DC-Riffs. Seien Sie gnädig, lassen Sie diesem Mann ­seinen Spaß! (Universal)


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