Cage The Elephant Tell Me I’m Pretty

Sony

Facebook Twitter Google+ Whatsapp Email
von

Für die Black Keys haben die Garagen­rocker aus Kentucky, die mit „Melophobia“ für einen Grammy nominiert waren, bereits im Vorprogramm gespielt. Für ihr viertes, in Nashville aufgenommenes Studioalbum Dan Auerbach als Produzenten zu engagieren war also eine naheliegende Wahl – aber auch eine riskante. Denn wo Auerbach draufsteht, ist am Ende auch Auerbach drin. Das gilt insbesondere für „Mess Around“, zu dem der Retro-Blueser ein markantes Gitarrensolo beisteuert. Der aufgekratzte Song hört sich mehr nach den Black Keys an als, wie Cage-The-Elephant-Frontmann Matt Shultz die eigentliche Absicht skizzierte, nach einer Übersetzung eines OutKast-Stücks in die Klangsprache alternativer Rockmusik. Die Hookline sitzt natürlich trotzdem, wie bei den meisten herrlich ungeschlachten Songs von „Tell Me I’m Pretty“. Wilde Jungs und Mädchen werden dazu ihr Haar schütteln und ob manch düsterer Texte nachdenklich Kaugummi kauen. Egal wer an den Reglern sitzt – Hauptsache, es scheppert, rumst und bumst.

Mr. E's Beautiful Blues: Alle Alben der Eels im Ranking und bewertet

12. Tomorrow Morning (2010) ★★★ Endlich erfasst ihn, den Trauerkloß, den an den eigenen Gefühlen verzweifelnden Waldschrat, doch noch etwas Glück. „Tomorrow Morning“ ist die kolibrileichte Platte, von der niemand angenommen hätte, dass sie jemals von den Eels kommen würde. Der Abschluss einer Trilogie über Himmel und Hölle der Liebe (mit den Vorgängern „Hombre Lobo“, 2009, „End Times“, 2010) schwebt mit „Spectacular Girl“ über den Wolken, labt sich an grausam redundanten Computersound-Experimenten („Baby Loves Me“) und überrascht mit sorgsam kompilierten Synthie-Beats, die an den Electro-Folk von Beck erinnern. Everett vielleicht sogar entspannt: „I Like The Way This Is Going“. Jetzt…
Weiterlesen
Zur Startseite