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Die Streifenpolizei - der Podcast für Film & Serien vom Rolling Stone & Musikexpress

Charlotte Gainsbourg Rest


Warner

Nie zuvor hatte sie Songs auf Französisch geschrieben. Doch der Tod ihrer Schwester Kate Barry vor vier Jahren zwang Charlotte Gainsbourg, alles neu zu justieren. Hat jemand bezweifelt, dass ihr – mit Air bereits angedeutet – das Französische steht? Auf „Rest“ (wie in R.I.P., aber auch als Bitte, zu bleiben) ergänzt es sich wunderbarst mit dem Englischen. Insbesondere bei „Ring-A-Ring O’ Roses“: Während Charlotte zunächst lasziv wie ihre Eltern wispert, bringt der englisch gesungene Part den einzigartigen Dreampop von Dubstar zurück.

Und ausgerechnet wenn die 46-Jährige die lebensmüde Schriftstellerin Sylvia Plath bemüht, resultiert das in einer lebensbejahenden Dancefloor-Gala, die wir eher von La Roux erwartet hätten („Sylvia Says“). Ansonsten rieten ihr – noch einmal Daumen hoch! – sowohl Produzent SebastiAn als auch Guy-Manuel de Homem-Christo (Daft Punk), Koautor des Titeltracks, textlich und musikalisch zur Reduktion. Charlotte Gainsbourg ist gekommen, um zu bleiben. Als Sängerin und französische Texterin.

Kooperation

Die besten Konzeptalben aller Zeiten: The Who - „Quadrophenia“

Der alles überwältigende Song kommt am Schluss. Regen prasselt, als die ersten Klavierakkorde zu „Love, Reign O’er Me“ einsetzen, dieser Sehnsuchtshymne adoleszenter Jugendlicher, zu der im Jahre später gedrehten Kinofilm (mit Sting!) der Held, ein Mod namens Jimmy, von der Klippe ins Open End springt und sein Scooter zerschellt, während er auf dem Doppelalbum mit einem Bötchen aufs Meer hinausrudert, was natürlich ein bisschen weniger offensichtlich ist. Für „Quadrophenia“ sprechen vor allem drei Argumente: Die Mod-Kultur, die schönste Jugendkultur aller Zeiten; ihre Musik (Northern Soul) war so hitzig wie ihre Tänze elegant und ihr Styling (Parkas, Ponys, enge Anzüge, Mädchen…
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