Chris Welch David Bowie. Ein Leben in Bildern


Die Veröffentlichungsflut nach Bowies Tod machten bislang vor allem Bildbände aus. Auch dieser wirkt edel: Alles drin, von Ziggy Stardust bis zum „Let’s Dance“-Popper. Leider sind sämtliche Bilder längst bekannt und ausgerechnet die bekanntesten auf Doppelseite großgezogen. Chris Welchs („Melody Maker“) Essay vermag die zum Ende hin konfuse Foto-Chronologie (Ziggy, 1973, wird mit dem Goblin King, 1986, vermischt) nicht zusammenzuhalten. Die Ergänzungen in der Zweitauflage – Bowies Tod und das Album „Blackstar“ – wirken wie angetackert. Beim jüngsten Bild handelt es sich zudem nicht um ein Porträt, sondern um einen Schnappschuss: Bowie mit Einkaufstüte, Blick vom Paparazzi abgewandt. Sollen wir ihn so in Erinnerung behalten? (Heel, 24,99 Euro)


ÄHNLICHE KRITIKEN

Arne Reimer :: American Jazz Heroes, Volume 2

J. C. Gabel/Jessica Hundley :: Beyond the Beyond: Music From The Films Of David Lynch

Widerfahrnis :: Bodo Kirchhoff


Die besten Soundtracks aller Zeiten: „Suspiria“ von Goblin

Der Film „Suspiria“ (1977) ist neben „Rosso - die Farbe des Todes“ (Profondo Rosso ) der Höhepunkt im Werk von Dario Argento, der das von Mario Bava („Blutige Seide“) begründete Giallo-Kino in eine ästhetisch noch einmal wesentlich anspruchsvollere Dimension überführte. Mit klug zusammengemischten Elementen des Gothic-Horror, Schauereffekten aus der Hammer-Schule, überraschend wenig Blut und einer großen Portion okkultem Firlefanz gelang dem italienischen Regisseur ein abgründiger Schocker, der vor allem auch wegen seiner herausragenden Farbdramaturgie auf ewig in den Listen der besten Horrorfilmen auftauchen wird. Nachträglich zum ersten Teil einer „Mutter-Trilogie“ erhoben, deren Fortsetzungen „Inferno“ (Horror Infernal) und „Die dritte Mutter“…
Weiterlesen
Zur Startseite