Highlight: The Name Of This Band Is Talking Heads: Alle Alben der Talking Heads bewertet

David Byrne American Utopia


Keine Bildungsbürgerparty der letzten vier Jahrzehnte, die ohne seine New Yorker Funkiness ausgekommen wäre. Von „Psycho Killer“ bis World Music: Konzeptkunst, Brian Eno und noch viel mehr packte Byrne in seine Songs, die zuweilen vor lauter Zappeligkeit platzten.

Als cooler Silver Ager zieht er nun eine federnde Bilanz. Flankiert von allerlei Musikfreunden zucken in „I Dance Like This“ zitatenreich die Electroblitze. „Everybody’s Coming To My House“ startet mit Saxofon-Intro, und alle dürfen noch einmal zum schlauen Frickelbeat tanzen.

Das morbide „Bullet“ klingt wiederum wie eine Brechtsche Moritat, instrumentiert vom Eisler der Jetztzeit. Im elegischen „Doing The Right Thing“ schwingt Byrne sich zu etwas naiver Zivilisationskritik auf, doch auch hier ruckt und zuckt es. Das Spät- als üppiges Feuerwerk. (Warner)


The Name Of This Band Is Talking Heads: Alle Alben der Talking Heads bewertet

Eine amateurhafte Aufnahm des frühen „I Feel It In My Heart“ (1976) zeigt die allerliebste Tina Weymouth mit gescheitelter Kurzfrisur an ihrer großen Bassgitarre, die sie ja bediente wie kein anderer Mensch - sie gab stets das Muster für das Bassgitarrespielen überhaupt. Der nervöse David Byrne singt dieses zarte, verzweifelte Lied über jemanden, der gern Freude an seiner Arbeit hätte und der Familie ein Sonnenschein wäre. Er müßte es halt nur noch entschiedener versuchen, glaubt er. https://www.youtube.com/watch?v=ewY34GqbRkA Damit war der Ton vorgegeben, der die Studien in Soziopathie auf „77“ (★★★★★) bestimmt. Zum trockenen Groove besingt Byrne die Nöte und Wonnen…
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