David Byrne American Utopia



von

Keine Bildungsbürgerparty der letzten vier Jahrzehnte, die ohne seine New Yorker Funkiness ausgekommen wäre. Von „Psycho Killer“ bis World Music: Konzeptkunst, Brian Eno und noch viel mehr packte Byrne in seine Songs, die zuweilen vor lauter Zappeligkeit platzten.

Als cooler Silver Ager zieht er nun eine federnde Bilanz. Flankiert von allerlei Musikfreunden zucken in „I Dance Like This“ zitatenreich die Electroblitze. „Everybody’s Coming To My House“ startet mit Saxofon-Intro, und alle dürfen noch einmal zum schlauen Frickelbeat tanzen.

🌇Bilder von "Die Rolling-Stone-Leser haben gewählt: die besten Live-Alben aller Zeiten" jetzt hier ansehen

Das morbide „Bullet“ klingt wiederum wie eine Brechtsche Moritat, instrumentiert vom Eisler der Jetztzeit. Im elegischen „Doing The Right Thing“ schwingt Byrne sich zu etwas naiver Zivilisationskritik auf, doch auch hier ruckt und zuckt es. Das Spät- als üppiges Feuerwerk. (Warner)