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Die Welt im Rücken Thomas Melle

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Foto: Rowohlt Berlin

Irgendwann in dieser zwischen Selbstentblößung und Selbstbefreiung changierenden Prosa übernimmt die Ausweglosigkeit, die Thomas Melle seit Jahren empfindet, den Erzählrhythmus. Die Realität des Autors und Übersetzers, der sich als eine „Gestalt aus Gerüchten und Geschichten“ sieht und nun dagegen anschreibt, verschiebt sich erneut ins Zentrum der „monumentalen Verzerrung“ der Welt. In Bukowski-Manier stört er schließlich eine Rainald-Goetz-Lesung. Dann kippt die Manie in Depression. Es folgen Verwahrlosung, Selbstzerstörung und Psychiatrie. Bis der Zyklus aus Höhenflug und Zusammenbruch von vorn beginnt. Sprachlich beeindruckend weiten diese schonungslosen, sich um das Selbst drehenden Innenansichten eines Manisch-Depressiven den Blick auf dessen Gefangenschaft in dem unaufhaltsamen Kreislauf aus Weltenbildung und Weltenvernichtung. (Rowohlt Berlin, 19,95 Euro)

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