Gisbert zu Knyphausen Das Licht dieser Welt

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Der Herbst ist gekommen, der Sommer war nur ein Scherz, auf einer Parkbank sitzt in aschfahlem Licht eine Mutter und blickt in die Augen ihres neugeborenen Babys und sieht darin die Weite des Universums und die Schönheit des Lebens, während im Spital gegenüber einem todkranken Mann endlich die Schläuche gezogen werden, wobei Sterben, wie wir von Gisbert zu Knyphausen erfahren, ebenso schön wie das Leben sein kann, weil das eine wie das andere einem zu schenken vermag, wonach man sich als Mensch doch im Innersten sehnt: Freiheit.

Wer so denkt und traurige Männer mag oder selbst einer ist oder einem traurigen Mann ein schönes Geschenk machen möchte – denn Weihnachten steht, wie zu Knyphausen auf diesem Herbstalbum zutreffend feststellt, vor der Tür –, der sollte zu „Das Licht dieser Welt“ greifen. Die zwölf Songs sind mit Klavier und Gitarre und gelegentlichen stimmungsaufheiternden Bläsereinsätzen ansprechend instrumentiert und gefühlvoll getextet, auch wenn die Versform (reimt sich „Speaker“ wirklich auf „Kiefer“?) ab und zu klappert. (PIAS)

ROLLING STONE präsentiert: Gisbert zu Knyphausen

 

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