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Joan As Police Woman Damned Devotion



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Verdammte Hingabe? Für Joan Wasser alias Joan As Police Woman hält sie auch reichlich Trost bereit. Denn haut es mal wieder nicht hin in romantischen Belangen (wie wohl öfter bei ihr), kann sie doch einfach ihre Uniform überstreifen und sich der Musik hingeben. Nach ihrem Afropop-Intermezzo mit Benjamin Lazar Davis („Let It Be You“) tut sie das auf ihrem fünften Soloalbum so musikalisch unverstellt, ungeschützt und zugänglich wie lange nicht mehr. Auch wenn die zum Vergleich reizenden Frühwerke „Real Life“ und „To Survive“ anderen Voraussetzungen gehorchten.

Gemessen jedenfalls am überschäumenden Neosoul des Vorgängers „The Classic“ oder der zurückgelehnten Experimentierlust von „The Deep Field“ klingt „-Damned Devotion“ streckenweise fast meditativ. Die Musik bleibt weitgehend funktional, aber nicht leblos, um den Melodien von „Tell Me“, „What Was It Like“ oder dem Titelsong den ihnen gebührenden Raum zu geben. Eigenleben entfaltet sie vor allem rhythmisch, wie mit dem kreiselnden, Jean Genet gewidmeten (und sanft an Prince erinnernden) „Steed“, im tänzelnden „The Silence“ oder später mit männlichem Vocal-Support in „Talk About It Later“.

Zwischendrin besingt Joan Wasser weibliches Begehren erneut sinnlich und unverhohlen wie kaum eine Zweite, ohne dabei bloß voyeuristische Impulse zu bedienen. „Sing, don’t lie to me/ Run, don’t walk to me/ Bring your love to me“, fordert sie da. Das Stück trägt den kryptischen Titel „Valid Jagger“ und würde Mick bestimmt gefallen.

„Damned Devotion“ präsentiert Joan As Police Woman auch als die Königin der Selbstkasteiung, mit „Warning Bell“ und dem schleichend dahintropfenden „Silly Me“. Doch komisch, selbst solche Orgien des Bedauerns wollen bei dieser Frau einfach nie larmoyant klingen. Und am Ende scheint sie dann auch im Reinen mit sich und dem, was da war oder halt nicht: „I Don’t Mind“.

Verletzlichkeit als Stärke ist ja auch längst zum Klischee geronnen. Aber, wie diese kluge Frau offenbart, immer noch möglich. (PIAS)


Diana Ross: „Thank You“ – neues Studioalbum nach 15 Jahren

Grammy, Oscar, Golden Globe – es gibt kaum einen Preis, für den Diana Ross nicht zumindest nominiert gewesen wäre. Nach einer erfolgreichen Karriere als Sängerin, zunächst als Lead-Sängerin der Supremes, dann Solo, folgte ab 1972 auch eine Schauspielkarriere. Jetzt, nach über 15 Jahren Pause, veröffentlicht Ross ihr 25. Studioalbum „Thank You“. Neues Album wurde bei Ross Zuhause aufgenommen „Thank You“ entstand während der Corona-Pandemie und wurde im Heimstudio der 77-jährigen aufgenommen. Mit dem Album wolle Ross vor allem Liebe, Inklusivität und Gemeinschaftsgeist vermitteln. Außerdem sei die Platte ihren Fans gewidmet: „Ich widme dieses Album euch, meinen Hörer*innen. So wie ihr…
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