Highlight: Wir brauchen „Imagine“ heute mehr, als John Lennon sich das je erträumte

John Lennon & Yoko Ono Above Us Only Sky


Nicht zum ersten Mal sieht man das imperial-bohemistische Idyll 1970/71 auf dem Landsitz Tittenhurst Park in Ascot – aber man sieht es immer wieder liebend gern. Michael Epstein montierte das Filmmaterial von „Imagine: John Lennon“ mit weiteren Aufnahmen und Interviews: Frühstück und Zeitunglesen im Bett und auf dem Balkon, Rudern auf dem künstlich angelegten See, Yokos und Johns surrealistische Rollenspiele für einen Experimentalfilm – und die Aufnahmen zu „Imagine“: Phil Spector im Studio, Klaus Voormann am Bass, Alan White am Schlagzeug, George Harrison an der Gitarre. Lennon spielt am Klavier (nicht am weißen Flügel) die Urfassung des Liedes und nimmt einen Schluck Dosenbier.

Ein verwirrter Hippie-Fan, der glaubt, Lennon hätte seine Songs für ihn geschrieben, steht vor dem Portal, und Lennon erklärt ihm, dass diese Stücke nur von ihm (und Yoko) handeln, und in der Küche geben sie dem Jungen etwas zu essen.

In New York residiert das Paar illuster in einer Hotelsuite und albert vor der Freiheitsstatue herum – ein Vorgriff auf den Umzug. In der Rückschau kommentieren Yoko Ono, Julian Lennon, der Autor Ray Connolly, der Radiomann Elliot Mintz, der Galerist John Dunbar und andere Zeugen jenes Jahr nach dem Ende der Beatles, als die Zukunft weit offen schien. Und Lennon beides war: der Sentimentale („Jealous Guy“, „Oh Yoko!“, „Oh My Love“) und der Höhnische („Crippled Inside“, „How Do You Sleep?“). Am Ende des Jahres schalteten Lennon und Ono eine Anzeige in der „New York Times“ und plakatierten in der Stadt: „Happy Xmas (War is Over)“. Sie nahmen zu Recht an, dass alles, was sie taten, irgendwie bedeutsam war. (Universal)


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