k. d. lang & The Siss Boom Bang Sing It Loud


Nonesuch / Warner VÖ: 29. April 2011


von

Eine große Sängerin, ein großer Sound: Das Kammermusikalische, das Reduzierte hat k. d. lang nie entsprochen – sie braucht das Schwelgerische, den Aplomb, den orchestralen Auftritt. Mit der Band Siss Boom Bang hat sie endlich wieder den üppigen Klang, auf dem ihre Stimme brillieren kann. „Sing It Loud“ ist das Motto dieses Albums, das zurückweist auf langs Arbeiten mit dem Arrangeur Ben Mink und also auf das Meisterwerk „Ingénue“ (1991).

Der filmmusikhafte Twang von Angelo Badalamenti trifft hier auf üppige Melodien und die Las-Vegas-Emphase, die lang bei Konzerten nach Art von Liberace inszeniert. Die Songs sind exzellent arrangiert, mit flirrenden Streichern und kräftigen Gitarren-Strichen aufgeladen und von robuster Eleganz.

Lang(e) hat die Königin des Torch Song nicht so sehr betört wie mit „Sing It Loud“. Es ist die reine Freude, sie bei der raffiniert aufgebauten Spannung von „Sugar Buzz“ zu hören, einer wuchtigen Country-Soul-Ballade. Hammond-Orgel und Banjo verankern das leichtfüßige „Sing It Loud“ in unterdrückt sengender Glut. Allein, „Heaven“ von den Talking Heads hat sie leider gar nichts hinzuzufügen.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Angel Olsen :: „Big Time“ – Schimmer des Intimen

Ein elegischschwelgerisches Album von einer der großen Songschreiberinnen


ÄHNLICHE ARTIKEL

Neu im Plattenregal: Die Alben vom 29. April 2011

Hier der Blick auf die neuen Alben, wie immer mit simfy-Albenstreams, Videos und unseren Rezensionen. Mit dabei z. B. Beastie Boys, Steve Earle, k.d. Lang und The Wombats.