King Krule The Ooz

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Eine Figur wie aus einem Dickens-Roman: bleiches, lang gezogenes Gesicht, feuerrotes Haar, der Körper spindeldürr. Dazu Songs, die wie somnambuler Jazz klingen. Archy Marshall alias King Krule packt die Tragik des Lebens in mitternächtliche Songs, die vom Scheitern erzählen und vom trotzigen Weitermachen (ohne zu wissen warum). Eine eigenwillige Langsamkeit und Kraftlosigkeit durchzieht „The Ooz“. „Flubber“ von Souled American könnte in dieser Hinsicht eine Referenz sein, doch in Songs wie „A Slide In (New Drugs)“ geht Krule deutlich weiter in Richtung Post-Punk und Experiment, allerdings eher leise und mit Stil.

„Vidual“ erinnert an eine schwer verkaterte Version von The Monochrome Set, „Half Man Half Shark“, schlängelt sich bedrohlich und mitreißend durch dunkle Gewässer. „About earwax and snot and bodily fluids and skin and stuff that just comes out of you on a day-to-day-basis“, erklärt der Künstler den Titel seines ungeheuer faszinierenden Albums.

Das Menschliche, das uns alle verbindet, ist nicht zwangsläufig die Liebe. (XL/Beggars)

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