Laetitia Sadier Silencio


Drag City/Rough Trade VÖ: 27. Juli 2012

Wer denkt sich eigentlich solchen Quatsch aus: „Wenn du nicht imstande bist, eine innere Verbindung zu dir selbst herzustellen, wird Laetitia das für dich tun. ‚Silencio‘ ist dein menschliches Modem.“ Steht so im Info der Plattenfirma Drag City zu Sadiers zweitem Soloalbum, und man hofft, das hat jemand an der Sängerin des weiterhin stillgelegten Stereolabs vorbei da reingeschummelt, so gruselig nach verirrter Siebziger-Innerlichkeit hört sich das an.

In der Elektro-Krautrock-Gedächtnisband Stereolab stand Sadier für sinnliche linksradikale Gesellschaftskritik, während Co-Gründer Tim Gane sich eher als abstrakter Klangkonstrukteur verstand. Auch auf der neuen Platte agitiert Sadier wieder in Seminartexten, denen ohne Textblatt zu folgen einem recht bald zu mühselig wird. Diesmal unter anderem gegen Rating-Agenturen, Tyrannei des Geldes und natürlich die ganze herrschende Klasse.

Die tollen Sounds, die Stereolab mal groß gemacht haben, bietet sie auch wieder: funkige Gitarrengrooves mit Robotermotorik, metallische Brasil-Rhythmen, spröden Godard-Chanson-Pop, spaciges Vintage-Synthesizer-Geblubber. Aber dazu mischt sie leider: hippieskes Sirenen-Gesäusel, Pink-Floyd-Gedudel, Ambient-Lappalien. Und am Ende, in ihrer weihevoll vorgetragenen „Invitation Au Silence“, dämmert einem: Den PR-Schwulst hat sie wohl selbst angeregt.

Beste Songs: „Auscultation To The Nation“, „Fragment Pour Le Future De L’Homme“


Videogalerie: Die Super Bowl Halftime Shows von 2000 bis 2011

Schon interessant, was dem Super Bowl-Fernsehpublikum in den letzten Jahren so geboten wurde zwischen dem zweiten und dritten Quarter. Da heute alle die gestrige Show von Madonna sehen wollen, haben wir hier ergänzend noch einmal die Half Time Shows von 2000 bis 2011 zusammengetragen (eine vollständige Liste aller Shows finden Sie hier). Viel Spaß damit! Black Eyed Peas (2011) - The Who (2010) - Bruce Springsteen (2009) - Tom Petty (2008) - Prince (2007) - Rolling Stones (2006) - Paul McCartney (2005) - Janet Jackson, Justin Timberlake (2004) - Shania Twain, No Doubt, Sting (2003) - U2 (2002) - Ben…
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