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Lesley-Ann Jones Freddie Mercury. Die Biografie


Am 24. November 2016 jährt sich der Todestag von Freddie Mercury zum 25. Mal. Der Queen-Sänger verstarb mit nur 45 Jahren an einer Immunschwäche. Sein Genie, seine Verdienste und die fulminante Bühnenshow sind weithin gewürdigt: Legende, Ikone, glamouröser Ehrenritter der Popmusik – kaum ein Prädikat, das ihm nicht zugesprochen wurde. Die verbliebenen Mitglieder der Band versuchen gerade mit dem jungen Mercury-Darsteller Adam Lambert ihre Aura als tourender Queen- Rockzirkus zu konservieren – der internationale Showbetrieb und eine große nostalgische Fanschar wollen es so.

Nun hat sich die britische Journalistin Lesley-Ann Jones aufgemacht, um „tiefe Einblicke in Mercurys Leben zu eröffnen“, wie es im PR-Text zu dieser 450-seitigen Fleißarbeit heißt. Frau Jones war in den Achtzigern als junge Popschreiberin beim Boulevardblatt „Daily Mail“ – eine Zunft, die bis heute eher an den Skandalen der Stars als an deren Musik interessiert ist. In ihrer Funktion hat die Autorin viele authentische Momente erlebt. Ohne Wachhunde mit Freddie an der Bar in Montreux, backstage beim Exklusivkonzert, VIP beim Live Aid, als Queen sich per weltweiter TV-Übertragung aus ihrem kreativen Tief hinauswinden konnten. Bei ihrem aufrichtigen Bestreben, Licht ins Dunkel von Mercurys Biografie zu werfen, scheut Jones keinerlei Aufwand. Sie sucht in Sansibar nach seiner Geburtsurkunde, klopft die Fakten hinter allerlei selbst gestreuten Mythen ab. Das alles ist ehrenvoll und ohne Boulevardgetöse aufgeschrieben. Doch der Tonfall, in dem die Lichtgestalt in Kapiteln wie „Frontmann“, „Rhapsody“ oder „München“ beschrieben wird, bleibt bieder (übersetzt?) und zu sehr geflasht von der eigenen Rechercheleistung. Faktenreiche Geschichtsschreibung, mehr nicht. (Piper, 24 Euro)

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