Marlon Williams „My Boy“


Dead Oceans/Cargo (VÖ: 9.9.)


von

Die schwerblütigen Balladen seines Trennungsalbums „Make Way For Love“ (2018) waren fraglos toll. Ein bisschen drängte sich allerdings die Frage auf, ob der neuseeländische Sänger und Songschreiber (noch) mehr kann. Zuletzt hat Marlon Williams als Schauspieler gearbeitet und eine Platte mit dem kanadischen Folk-Duo Kacy & Clayton veröffentlicht.

Doch erst mit „My Boy“ zeigt Williams, was wirklich in ihm steckt. Das Album spielt mit männlichen Identitäten in denkbar poppigen Formen. „Princes Walk“ hat die queere Grandezza einer John-Grant-Ballade, „Don’t Go Back“ erinnert an Jens Lekman. Williams hat sich den Sound der New Romantics einverleibt und spuckt nun Meisterstücke wie „River Rival“ und „Thinking Of Nina“ aus.


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