Onno Viets und der weiße Hirsch Frank Schulz



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Für den nach „Onno Viets und der Irre vom Kiez“ und „Onno Viets und das Schiff der baumelnden Seelen“ dritten und zentralen Band um den liebenswürdigen Lebensversager Onno Viets schickt Frank Schulz seinen Protagonisten auf eine Landpartie. Nach seiner hanebüchenen Begegnung mit dem Irren vom Kiez leidet Hamburgs skurrilster Privatdetektiv an einer posttraumatischen Belastungsstörung und nistet sich zwecks Erholung bei seinen Schwiegereltern im 300-Seelen- Dorf Finkloch ein. Dort gerät er jedoch in den abstrusen Kleinkrieg zwischen der okkulten Astro-Esoterikerin „Katzenzenzi“ und dem Ältestenrat des Dorfes, der in einem ominösen Schusswechsel auf dem Hochsitz im Mondwald gipfelt, in dessen Folge Onno Viets’ Ermittlerinstinkt erwacht und er auf geheimnisvolle Ereignisse in der Familie seiner Frau, Edda, stößt. Waren die ersten beiden Bände eher absurde Farce als Krimi, ist der dritte „Onno“ ein Heimat- und Familienroman mit teils grotesker Komik, in Szene gesetzt natürlich mit Schulzscher Fabulierkunst. (Galiani, 19,99 Euro)


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