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Panda Bear …Meets The Grim Reaper

Domino

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Foto: Domino

Erinnert sich noch jemand an die Siebziger, als Dub-Alben Titel trugen wie „King Tubby Meets Rockers Uptown“? Produzenten und Musiker rauchten erst mal einen Spliff, spielten dann ein paar Instrumente ein, und zum Schluss wurde tüchtig an den Reglern des Mischpults herumgedreht. Gern mit viel Echo, Echo, Echo … So ähnlich dürfte es auch bei „Panda Bear Meets The Grim Reaper“ gelaufen sein. Panda Bear alias Noah Lennox ist das wohl wichtigste Viertel von Animal Collective. Den Grim Reaper kennen einige vielleicht als Sonic Boom, auch wenn er in Wirklichkeit Pete Kember heißt. Zusammen mit Spacemen 3 versorgte der Brite in den Achtzigern die „fucked up children of this world“ mit einer Psychedelia, die ätherisch und schwebend, bisweilen aber auch dröhnend laut klang.

Jetzt treffen sich die beiden also auf einem Album, das derart vielseitig klingt, dass man es nur schwer als Ganzes beschreiben kann. Wie immer erinnert Panda Bears Gesang stark an Brian Wilson und die Beach Boys, schon weil er seine Stimmen übereinandertürmt, bis geradezu himmlische Chöre entstehen. „Boys Latin“, ein Song der neben diesem voluminösen Gesang überwiegend aus einer Synthesizer-Bassline und diversen rhythmischen Sounds besteht, ist dafür ein gutes Beispiel. „Mr Noah“ dagegen rockt ganz ordentlich und ist durchflirrt von dreckigen, gitarrenbasierten Sounds. „Tropic Of Cancer“, getragen von einem verführerischen Harfen-Sample aus Tschaikowskys „Nussknacker“, ist so etwas wie die romantische Ballade des Albums.

Mit Dub-Reggae hat diese Musik gar nichts zu tun, mit einer zeitgemäßen Form von Psychedelia dafür umso mehr. HipHop habe bei der Entstehung des Albums eine Rolle gespielt, heißt es – aber dann wohl eher im Sinne von Shabazz Palaces oder Flying Lotus. Nach „Centipede Hz“, dem etwas schwächelnden letzten Album von Animal Collective, ist Noah Lennox mit „Panda Bear Meets The Grim Reaper“ wieder in Topform.

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