Phil Collins Plays Well With Others


Zyniker üben sich in gespielter Nonchalance, wenn sie Phil Collins als „immerhin guten Musiker“ bezeichnen. Sie haben aber genauso recht wie alle, die den 67-Jährigen verehren. Auf vier CDs präsentiert der Weltklasseschlagzeuger Songs aus seiner Karriere, die 1969 begann und ihn hier bis auf wenige Ausnahmen nicht als Interpreten, sondern als prägenden Instrumentalisten zeigen. Deshalb fehlen Duette wie „­Easy Lover“ (mit Philip Bailey) und „Separate Lives“ (Marilyn Martin).

Collins präsentiert auch Phasen, auf die er weniger stolz ist, etwa einen Song von Flaming Youth („Guide Me, Orion“). Dass er diese Edition nicht mit seiner Conga-Arbeit auf George Harrisons „All Things Must Pass“ aufmachen konnte, muss ihn ärgern – der 18-jährige Phil wurde damals aus dem Allstar-­Album herausgeschnitten.

Aber auch so demonstriert die Sammlung, warum der Drummer jedes Lied, für das man ihn um Hilfe bittet, verbessert. Auf Peter Gabriels „In­truder“ eiferte er nicht nur John Bonham nach, er verzichtete auch auf Beckenschläge und erarbeitete mit Produzent Hugh Padgham 1980 ­eine Vorstufe seines eigenen, legendären „Gated Reverb“-Sounds. Led Zeppelin rückten noch näher, als er 1982 für Robert Plants „Pictures At Eleven“ auf sechs von acht Liedern trommelte. (Später verhinderten Plant und Jimmy Page, dass der Live-Aid-Auftritt von Led Zeppelin mit ihm an den Drums veröffentlicht wurde, Collins und die Band gaben sich gegenseitig die Schuld an dem angeblich missratenen Set.)

Kooperation

Mit „No Son Of Mine“ ist lediglich ein Genesis-Beitrag vertreten – war­um auch sollten weitere Hits von weniger bekannten, aber genauso schönen Stücken ablenken? „Woman In Chains“ von Tears For Fears verleiht Collins ­eine ähnliche Einsatz­dramatik wie seinem „In The Air Tonight“.

Nicht zu vergessen das von ihm koproduzierte dritte Soloalbum der ABBA-Sängerin Anni-Frid Lyngstad: „Something’s Going On“ ist ein herrlicher Spätsommer­quatsch aus dem Jahr 1982, für den Collins die Bläsersektion Phenix Horns seines eigenen Albums „Hello, I Must Be Going!“ einspannte. (­Rhino/­Warner)

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