Philip Norman Jimi – Die Hendrix-Biographie


Piper


von

An guten Biografien über Jimi Hendrix herrscht gewiss kein Mangel. Allein im deutschsprachigen Raum haben Peter Kemper und Klaus Theweleit/Rainer Höltschl vorbildliche wie auch eigenwillige biografische Rundumschläge vorgelegt.

Zum 50. Todestag des Gitarristen legt Philip Norman nach. Der erfahrene Pop-Journalist kundet mit schier unerschöpflicher Detailfülle den Menschen hinter der Ikone aus.

Statt fulminanter Deutungen des künstlerischen Werks hat er möglicherweise wirklich Entscheidendes über die Umstände von Hendrix’ Tod aufgetan. So soll dieser Beziehungen zur amerikanischen Mafia gehabt haben, die ihm angeblich in den schwierigen Anfangsjahren unter die Arme griff, um Steuerschulden zu begleichen. Die kriminelle Vereinigung forderte das Geld mit saftigem Aufschlag zurück, aber Hendrix zahlte nicht. Auch eine lukrative Lebensversicherung könnte für mögliche Killer von Interesse gewesen sein.

Vater und Sohn

Wer dem Autor bei dieser Räuberpistole nicht folgen will, bekommt eine weitere Sicht auf den Mythos des Frauenhelden, der in der neuen Lesart zwar keine Liebschaft leugnet, aber doch Hendrix’ Motivation in ein anderes Licht stellt.

Zu einer großen Passionsgeschichte wird diese Biografie allerdings durch die geradezu herzzerreißende Erläuterung von Hendrix’ komplizierter Beziehung zu seinem Vater, dem er kurz vor seinem Durchbruch sogar die britische Freundin ans Telefon holen musste, um ihn von seinem Aufenthaltsort zu überzeugen.


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