Revolverheld Zimmer mit Blick

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Von der niedlichen Twen-Band aus dem Jahre 2005 zum Erfolgsdauerbrenner mit treuer Fanbasis. Über vier Alben hat sich ihre musikalische Balance konsequent in Richtung Zuckerbäcker-Chanson verlagert. Heute dichtet Sänger Johannes Strate: „In deinem Herz wohnen sieben Seelen, und mit einer würde ich gern Pferde stehlen.“

Das Hamburger Quartett blickt sentimental auf eine wilde, milde Jugend zurück. Da gibt es den „Sommer vor zehn Jahren“, allerlei Lange-hers und „tanzen wie beim ersten Mal“. Sie sind jetzt Ende 30, und die Ernte ist eingefahren. Man mag Revolverheld zugutehalten, dass ihre Neoschlager ohne aufdringliche Mallorca-Beats auskommen.

Doch richtig große Schnulzen schafft ihr konservatives Songwriting nicht. Deutsch-Emo für Eltern in mittelgroßen Unistädten. (Sony)

https://www.youtube.com/watch?v=RqGJA0kOMGQ

 

Die besten Konzeptalben aller Zeiten: The Who - „Quadrophenia“

Der alles überwältigende Song kommt am Schluss. Regen prasselt, als die ersten Klavierakkorde zu „Love, Reign O’er Me“ einsetzen, dieser Sehnsuchtshymne adoleszenter Jugendlicher, zu der im Jahre später gedrehten Kinofilm (mit Sting!) der Held, ein Mod namens Jimmy, von der Klippe ins Open End springt und sein Scooter zerschellt, während er auf dem Doppelalbum mit einem Bötchen aufs Meer hinausrudert, was natürlich ein bisschen weniger offensichtlich ist. Für „Quadrophenia“ sprechen vor allem drei Argumente: Die Mod-Kultur, die schönste Jugendkultur aller Zeiten; ihre Musik (Northern Soul) war so hitzig wie ihre Tänze elegant und ihr Styling (Parkas, Ponys, enge Anzüge, Mädchen…
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