Revolverheld krachledern gegen Gräfin Gloria von Thurn und Taxis

Was macht man nur, wenn man zu einem Kulturfestival eingeladen ist, aber eigentlich keine Lust hat für den Gastgeber Werbung zu machen? Die meisten Künstler schweigen, nehmen das Geld und bringen das Publikum zum Klatschen. Nicht so Revolverheld.

Die Band aus Hamburg um Sänger Johannes Strate absolvierte bei den Regensburger Schlossfestspielen am Wochenende fleißig ihren Auftritt, kritisierte dann aber die Gastgeberin des Events, Gräfin Gloria von Thurn und Taxis, auf offener Bühne.

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„Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen“, sagte Sänger Johannes Strate. Stattdessen fordere man mehr Nächstenliebe gegenüber Menschen anderen Herkunft, Religion oder Hautfarbe.

Umstritten für manche ihrer Ansichten: Gloria von Thurn und Taxis
Umstritten für manche ihrer Ansichten: Gloria von Thurn und Taxis

Plädoyer für Willkommenskultur

Strate konkret: „Nächstenliebe bedeutet für uns, dass wir Menschen – egal woher sie kommen, welche Herkunft sie haben, welche Hautfarbe sie haben, welcher Religion sie angehören – hier mit offenen Armen empfangen und nicht elendig im Mittelmeer verrecken lassen.“

Der Sänger weiter: „Nächstenliebe bedeutet eben auch, dass wir den systematischen Missbrauch, der in der katholischen Kirche so lange stattgefunden hat, nicht bagatellisieren, sondern dass wir die Opfer ernst nehmen.“

Auf ihrem Instagram-Account hinterlegten Revolverheld ihre Kritik, dazu ein Aufruf, Flüchtlinge zu unterstützen.

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#refugeeswelcome

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Gräfin Gloria von Thurn und Taxis gilt als konservativ und legt öffentlich wert auf ihren katholischen Wertekanon. In der Vergangenheit überraschte sie öfter mit kontroversen Aussagen. So erklärte sie die Hungerprobleme in Afrika und die dortige demographische Entwicklungen einst mit dem inzwischen berüchtigten Satz: „Der Schwarze schnackselt gern.“

Die Gräfin scheint aber mit der Kritik entspannt umzugehen (oder anders ausgedrückt: Sie lässt sie abperlen). Dem Bayerischen Rundfunk sagte sie unter anderem: „Das sehe ich ganz locker. Wahrscheinlich haben sie sich das gut überlegt und gesagt, das müssen wir jetzt machen, wir sind schließlich Künstler. Und Gott sei Dank kann man heute noch seine Meinung sagen. Insofern können wir da ganz froh sein.“

Anita Bugge WireImage

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