Podcast: Freiwillige Filmkontrolle


Mehr Infos

Revolverheld krachledern gegen Gräfin Gloria von Thurn und Taxis

Was macht man nur, wenn man zu einem Kulturfestival eingeladen ist, aber eigentlich keine Lust hat für den Gastgeber Werbung zu machen? Die meisten Künstler schweigen, nehmen das Geld und bringen das Publikum zum Klatschen. Nicht so Revolverheld.

Die Band aus Hamburg um Sänger Johannes Strate absolvierte bei den Regensburger Schlossfestspielen am Wochenende fleißig ihren Auftritt, kritisierte dann aber die Gastgeberin des Events, Gräfin Gloria von Thurn und Taxis, auf offener Bühne.

„Zimmer mit Blick“ von Revolverheld auf Amazon.de kaufen

„Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen“, sagte Sänger Johannes Strate. Stattdessen fordere man mehr Nächstenliebe gegenüber Menschen anderen Herkunft, Religion oder Hautfarbe.

Anzeige

Umstritten für manche ihrer Ansichten: Gloria von Thurn und Taxis
Umstritten für manche ihrer Ansichten: Gloria von Thurn und Taxis

Plädoyer für Willkommenskultur

Strate konkret: „Nächstenliebe bedeutet für uns, dass wir Menschen – egal woher sie kommen, welche Herkunft sie haben, welche Hautfarbe sie haben, welcher Religion sie angehören – hier mit offenen Armen empfangen und nicht elendig im Mittelmeer verrecken lassen.“

Der Sänger weiter: „Nächstenliebe bedeutet eben auch, dass wir den systematischen Missbrauch, der in der katholischen Kirche so lange stattgefunden hat, nicht bagatellisieren, sondern dass wir die Opfer ernst nehmen.“

Auf ihrem Instagram-Account hinterlegten Revolverheld ihre Kritik, dazu ein Aufruf, Flüchtlinge zu unterstützen.

View this post on Instagram

#refugeeswelcome

A post shared by REVOLVERHELD (@revolverheld) on

Gräfin Gloria von Thurn und Taxis gilt als konservativ und legt öffentlich wert auf ihren katholischen Wertekanon. In der Vergangenheit überraschte sie öfter mit kontroversen Aussagen. So erklärte sie die Hungerprobleme in Afrika und die dortige demographische Entwicklungen einst mit dem inzwischen berüchtigten Satz: „Der Schwarze schnackselt gern.“

Die Gräfin scheint aber mit der Kritik entspannt umzugehen (oder anders ausgedrückt: Sie lässt sie abperlen). Dem Bayerischen Rundfunk sagte sie unter anderem: „Das sehe ich ganz locker. Wahrscheinlich haben sie sich das gut überlegt und gesagt, das müssen wir jetzt machen, wir sind schließlich Künstler. Und Gott sei Dank kann man heute noch seine Meinung sagen. Insofern können wir da ganz froh sein.“

Anita Bugge WireImage
Anzeige

MagentaTV erleben: Digitales Fernsehen mit Internet- und Telefon-Flat zum Aktionspreis

Digital-TV mit Internet- und Telefon-Flat: Zeitversetzt fernsehen auf 100 Sendern/20 HD, Zugriff auf Streaming-Dienste, Serien & Filme in der Megathek

Jetzt Bestellen

Die 25 besten unbekannten Songs von Queen

25. „Stone Cold Crazy“ vom Album „Sheer Heart Attack“ (1973) Der erste Song, den Queen jemals auf einer Bühne dargeboten haben – er ist allerdings erst auf ihrem 3. Album, „Sheer Heart Attack“, offiziell veröffentlicht worden. Manch einer behauptet gar, dass die rasante Miniatur (nur 2 Minuten und 12 Sekunden lang) einer der ersten Thrash-Metal-Songs war, auch wenn dieser Begriff damals noch gar nicht existierte. „Stone Cold Crazy“ beginnt mit den Worten: „Sleeping very soundly on a Saturday morning/ I was dreaming I was Al Capone“ und wurde von Mercury bereits in den späten Sechzigern mit seiner damaligen Band Wreckage…
Weiterlesen
Zur Startseite