Rhye Blood


Caroline

Fünf Jahre liegen zwischen dem Debüt und diesem zweiten Album des Duos aus Los Angeles. Wie auf „Woman“ fällt auch diesmal zunächst der weibliche Klang der Stimme auf – er täuscht, denn hinter Rhye stehen der Kanadier Michael Milosh und der ­Däne Robin Hannibal. Die Stimme wiederum erinnert immer an ­Sade, und auch die Musik verweist in die Britsoul-Achtziger. Allerdings hört sich ihr Fortschritt hier oft an wie eine Annäherung einerseits an den The‑xx-Minimalismus, andererseits an die knappen Ideen D’Angelos. Die verhallenden R&B-Sounds wirken mit ihren weichen Bässen Vokallayern und gedämpften Beats elegant und suggestiv.

Intensiv funkifizerter Sexbeat

Etwas dunkler, dafür mit mehr Keyboards gestaltet als die Songs des Vorgängers schmeicheln auch diesmal wieder sachdienliche Arrangements aus Streichern, Bläsersätzen und -soli um die sachten Melodien. Das bevorzugte Tempo ist ein mittlerer, intensiv funkifizerter Sexbeat, der mal mit gewisser Kraft angestoßen wird, sich aber lieber mit sanft verhaltenem Hüftdruck bewegt. Sehr anregender Nouveau Soul.

Kooperation

ÄHNLICHE KRITIKEN

Lianne La Havas :: Blood

Raffinierte Grooves und Rhythmen: Betörender Neo-Soul mit Tiefe


ÄHNLICHE ARTIKEL

Exklusives Pre-Listening: Lianne La Havas - "Blood"

Bei uns können Sie exklusiv noch vor Erscheinen das neue Album von Lianne La Havas hören: "Blood".

Lianne La Havas: Neuer Clip zu "What You Don't Do" + Tourdaten

Lianne La Havas hat für ihren Song "What You Don't Do" ein neues Video veröffentlicht. ROLLING STONE präsentiert ihre Deutschland-Tour im November 2015.


Hasen, Hits und Hühner-Erzeugnisse: 10 Pop-Ostereier

Die folgende Liste legt erstaunliche Erkenntnisse ins Osterkörbchen. Denn wenn das fünfte Stück Rübli-Torte bereits an seiner Wiederauferstehung arbeitet (wegen: speiübli) und man zur gastralen Ablenkung schon darüber sinniert, warum der Osterhase in der Öffentlichkeit denn immer noch diese unförmigen Latzhosen anstatt der logischen Karottenjeans trägt, dann ist es an der Zeit für ein paar popmusikalische Überraschungseier: 1. Pilzkopf mit Eierkopf-Lyrics Paul McCartney hatte die Melodie zu „Yesterday“ zunächst mit Dummy-Lyrics ausgestattet, unter dem Arbeitstitel „Scrambled Eggs“; und auch der „egg man“ (jetzt bloß nicht an die gehörgangparasitäre Nummer von Klaus & Klaus denken...klingelingeling!) findet im Beatles-Klassiker „I Am The…
Weiterlesen
Zur Startseite