Rhye Blood


Caroline

Fünf Jahre liegen zwischen dem Debüt und diesem zweiten Album des Duos aus Los Angeles. Wie auf „Woman“ fällt auch diesmal zunächst der weibliche Klang der Stimme auf – er täuscht, denn hinter Rhye stehen der Kanadier Michael Milosh und der ­Däne Robin Hannibal. Die Stimme wiederum erinnert immer an ­Sade, und auch die Musik verweist in die Britsoul-Achtziger. Allerdings hört sich ihr Fortschritt hier oft an wie eine Annäherung einerseits an den The‑xx-Minimalismus, andererseits an die knappen Ideen D’Angelos. Die verhallenden R&B-Sounds wirken mit ihren weichen Bässen Vokallayern und gedämpften Beats elegant und suggestiv.

Intensiv funkifizerter Sexbeat

Etwas dunkler, dafür mit mehr Keyboards gestaltet als die Songs des Vorgängers schmeicheln auch diesmal wieder sachdienliche Arrangements aus Streichern, Bläsersätzen und -soli um die sachten Melodien. Das bevorzugte Tempo ist ein mittlerer, intensiv funkifizerter Sexbeat, der mal mit gewisser Kraft angestoßen wird, sich aber lieber mit sanft verhaltenem Hüftdruck bewegt. Sehr anregender Nouveau Soul.

Kooperation

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