Róisín Murphy

Hairless Toys

(PIAS)

Gott muss sich was dabei gedacht haben: Van Morrison verherrlichte 1974 die Straßen von Arklow, einem Städtchen bei Dublin, und im Jahr zuvor kam Róisín Murphy in Arklow zur Welt. Wie Morrison kann sie richtig singen, ihr Duo hieß Moloko, es machte TripHop. Murphy ist nicht die Fleißigste, das letzte Album erschien 2007, jetzt folgt das dritte Solowerk – House ist die Grundierung, gemischt mit Country und einer Ahnung von Jazz.
Róisín Murphy richtet sich an Tänzer, die zwischen den Stücken auch mal ausruhen und miteinander reden wollen. Ihre Themen sind Augen und Fische, Gäste und Häuser; die Spielzeuge ohne Haare aus dem Albumtitel meinen Objekte im Kinderzimmer oder Männer wie Cristiano Ronaldo, er hat am Körper ja weniger Haare als Flipper (sagt Atze Schröder). Gerne und oft reist Róisín Murphy nach Hamburg, ein Konzert gibt sie dort am 30. Mai, einer ihrer Songs soll dann noch passen – eine Woche vorher wird sich gezeigt haben, ob der HSV in der 1. Bundesliga bleibt und wieder nicht „Unputdownable“ war.