Serie der Woche: Die letzten Tage des Ptolemy Gray



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Nein, das ist nicht das US-Remake von „Honig im Kopf“! In der sechsteiligen Miniserie nach einem Roman von Walter Mosley erlebt man einen Samuel L. Jackson in Bestform, der in der Rolle des dementen Ptolemy Grey kein liebenswerter, vergesslicher Zauselopa à la Dieter Hallervorden ist, sondern ein grimmiger 91-jähriger Messy, der verlassen und vergessen in einem stinkenden, zugemüllten Apartment ohne funktionierende Toilette lebt und sich von Dosenbohnen ernährt.

Nur mühsam fasst er Vertrauen zu dem Teenagermädchen Robyn, das bei ihm einzieht und Ordnung in sein Leben bringt. „Manchmal möchte ich einfach nur vergessen“, behauptet er zwar, trotzdem lässt er sich dazu überreden, ein experimentelles Medikament auszuprobieren, das ihn für kurze Zeit wieder klar denken lässt, bevor er für den Rest seines Lebens wieder im Schlaf der Vergesslichkeit dahindämmern wird. Und das Erste, das er sich vornimmt, als er wieder bei Verstand ist, ist den Mord an seinen Großneffen aufzuklären. Doch die neue Klarheit zwingt Ptolemy Grey auch dazu, sich seiner eigenen Vergangenheit zu stellen. (Apple TV+)


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