Serie der Woche: „How I Met Your Father“



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„How I Met Your Father“ macht eigentlich alles richtig und ändert nur das Nötigste: ein Wort im Titel zum Beispiel. Nachdem in „How I Met Your Mother“ (2005-2014) der Ted Mosby des Jahres 2030 seinen Kindern erzählte, wie er einst deren Mutter kennenlernte, testet nun eine angetrunkene Sophie des Jahres 2050 mit so einer Story die Geduld ihren Sohns und des Publikums.

Nach zehn Episoden wurde man zwar immerhin mit zwei Gastauftritte von Stars der Originalserie belohnt, weiß aber natürlich noch nicht, ob Jesse, Drew, Ian, Charlie oder ein ganz anderer der Auserwählte der Sofie des Jahres 2022 werden wird. Fest steht nur, dass es eine zweite Staffel geben wird. Aber muss das wirklich sein? Schon „How I Met Your Mother“ war nie ganz so witzig, nie ganz so frech, nie ganz so clever, nie ganz so gut wie die Blaupause „Friends“. Und der Abklatsch vom Abklatsch, bei dem der New Yorker Freundeskreis in Sachen sexueller Orientierung und ethnischer Herkunft immerhin in den Nebenrollen so divers wie möglich aufgestellt ist, tut sich jetzt noch ein bisschen schwerer damit, mehr zu bieten als routinierte Sitcom-Harmlosigkeiten. (Disney+)


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