Serie der Woche: „Malice“

Die Thriller-Serie spielt in schönen Kulissen und könnte spannend sein ...

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Der Titel verspricht ja schon nichts Gutes, aber selten hat eine Serie so wenig Freude verbreitet wie “Malice” – und das, obwohl sie größtenteils in so schicken Kulissen spielt. Jamie Tanner (David Duchovny) hat es mit seiner Investmentfirma weit gebracht, neben dem Haus in London hat er eine noch schönere Villa in Griechenland, aber natürlich wenig Zeit für Urlaub oder überhaupt die Familie. Seine Frau (charmant: Charice van Houten) kommt damit klar, die Kinder haben sich damit arrangiert, es wird viel gefeiert und wenig nachgedacht. Dann tritt der Tutor Adam (Jack Whitehall) in ihr Leben, und alles geht den Bach runter.  Hinter Adams hübschem Gesicht versteckt sich ein Psychopath, der sich diffizile Wege ausdenkt, um Jamie zu schaden.

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Alex hat offensichtlich keinen Funken Liebe in sich (schuld ist natürlich die schreckliche Kindheit), lauert auf Rache und geht dafür über diverse Leichen. Immer maliziös lächelnd, nie um eine Ausrede verlegen – ein perfekter Verbrecher, so scheint es. Dadurch leider auch ein langweiliger. Wäre seine Figur etwas vielschichtiger, wäre die Geschichte nicht ganz so vorhersehbar, dann könnte “Malice” spannend sein, aber so ist man fast froh, dass es schon nach sechs Folgen vorbei ist – obwohl auch der Schluss ärgerlich schlicht ist. Der einzige Pluspunkt ist eigentlich David Duchovny, der wieder einmal einen Typen spielt, den man hassen sollte, aber dann doch mindestens bemitleidet. Vielleicht könnte ihm irgendwer jetzt auch mal wieder eine gute Rolle anbieten. (Und nein, Meg Ryans Rom-Com „What Happens Later“, jetzt ebenfalls auf Prime Video zu sehen, ist es leider auch nicht – dafür sind die Dialoge und das Drehbuch zu mau.) (Prime Video)