Serie der Woche: Wolf Like Me



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Mary ist eine etwas überdrehte Zeitungskolumnistin, Gary ein Witwer, der sich liebevoll um seine von Panikattacken geplagten elfjährige Tochter kümmert und Marys Herz dadurch erobert, dass er ihr bei dem ersten Rendezvous „Don’t Dream It’s Over“ von Crowded House vorsingt. Die rührende Lovestory von Mary und Gary klingt auf den ersten Blick nach RomCom vom Reißbrett.

Doch die sechsteilige Miniserie aus Australien hat sich einen etwas anderen Dreh einfallen lassen: Statt um Boy meets Girl geht es hier um Mann trifft Wolf. Denn dass Mary anders ist, merkt Gary spätestens, als er sie dabei erwischt, wie sie sich im Keller ihres Hauses mit ein paar lebenden Tieren einschließt, als eine Vollmondnacht naht.

„Wolf Like Me“ ist eine Werwolf-Serie für alle, die keine Werwolf-Serien mögen, eine romantische Komödie für alle, die keine romantische Komödien mögen, und eine wunderbar leicht erzählte Geschichte über den Umgang mit emotionalen Ballast, die Überwindung von Traumata und das Akzeptieren des Andersseins. (Amazon Prime)


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