Shawn Colvin & Steve Earle Colvin & Earle 


Sie lernten sich schon vor 30 Jahren kennen. Sie spielte vor ihm in Northampton/Massachusetts (auf seine Einladung hin). Im Sommer 1994 dann – als keiner mehr einen Dime auf ihn im Drogendunst gab (er selbst, sagt er, auch nicht) – veröffentlichte sie ihre Interpretation seines „Someday“ auf ihrem Grammy-Album „Cover Girl“. Wiederum 20 Jahre später eine kleine Duo-Tour – und nun sogar der Gang ins Studio von Buddy Miller. Wo Gitarrist Richard Bennett (schon 1986 auf „Guitar Town“ sein wichtigster Begleiter), Drummer Fred Eltringham (Nelson, Musgraves), Bassist Chris Wood (ohne Brothers) spielten. Und, klar, der Gastgeber.

Shawn Colvin und Steve Earle hätten es sich leicht machen -können: ein paar naheliegende Covers und Standards, dazu Wieder-vorlagen oder Halbgares aus eigener Schatulle. Es gibt diese Covers hier. Näher-liegendes, wie Emmylou Harris’ „Raise The Dead“. Vielleicht nicht ganz so Naheliegendes, wie „Ruby Tuesday“ (genau das), aufs Folkgerüst zurückgeführt. Auch ein kurzer, knackiger Ausflug auf die berüchtigte „Tobacco Road“ ist dabei.

Doch Colvin & Earle lassen sich vor allem als Songwriter nicht lumpen. Im Duett „The Way That We Do“ scheinen sämtliche Liebes-lektionen aufzugehen, nach all den Jahren und Partnern. „Nobody tries, nobody cries the way that we do“, singen sie, eine Spur resignativ, aber schon noch erhobenen Hauptes. Ähnliches Terrain bespielt „You’re Right (I’m Wrong)“, doch düsterer, unerbittlicher. Dazwischen lichte Momente wie die frische Gospelkelle „Tell Moses“ oder das gleichmütig dahintrottende „Happy And Free“.

Es geschieht ja mitunter etwas Besonderes, wenn Frau und Mann zusammen singen (allein schon weil Männer in Gegenwart von Frauen oft ein bisschen anders sein wollen, als sie es sonst so sind). Hier ist es Colvins Anmut, die Earles Straßenkötercharme eine ungewohnt zarte Note entlockt.


Sting über ein mögliches Biopic über ihn: „Auf gar keinen Fall“

Biopics über Musiker sind derzeit hoch im Kurs. Hierzulande startete erst kürzlich mit „Lindenberg! Mach dein Ding“ der Film über Udo Lindenbergs Leben. Vor allem aber „Rocketman“ über Elton John und „Bohemian Rhapsody“, der Freddie Mercurys Leben thematisiert, avancierten zu absoluten Hits an den Kinokassen. Sting, der ehemalige Frontmann von The Police, hat dagegen keine Lust auf einen Film über sein Leben. Das teilte er kürzlich in einem Interview mit. Angesprochen auf sein derzeitiges Musical „The Last Ship“ und die darin enthaltenen autobiographischen Elementen, wurde Sting unter anderem auch nach einem Biopic über seine Karriere und sein Leben gefragt. „Auf…
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