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Die Streifenpolizei - der Podcast für Film & Serien vom Rolling Stone & Musikexpress

Sparks Hippopotamus


Der Mensch ist schwach und leidet in diesen dystopischen Zeiten zunehmend unter Ängsten. Wann immer ihn ein Wehwehchen plagt, ruft er in Gebeten und inneren Monologen gern nach IHm, dem HErrn, den manche auch den lieben GOtt nennen. Aber warum sollte ausgerechnet GOtt mit dem Verbandskasten anrücken? Aus diesem theologischen Thema haben die Sparks einen ihrer immer leicht überdrehten Songs gemacht: „What The Hell Is It This Time?“.

Nilpferd im Pool

Fast Operette à la Jacques Offenbach, ist das Stück der perfekte Teaser für das 25. Album der Brüder Ron und Russell Mael. Und das ist – nach der Kooperation mit Franz Ferdinand unter dem Namen FFS – wieder gewohnt flamboyant, pompös und ausgesprochen ironisch ausgefallen. Wer sonst macht sich Gedanken darüber, was ein Nilpferd in einen Pool in L.A. zu suchen hat, und unterlegt das Ganze mit zickigen Rhythmen und nervösen Streichersamples? Die Stimme von Russell Mael ist im Lauf der Jahre deutlich tiefer geworden, kitzelt aber trotzdem noch oft genug die ganz hohen Töne. Im wunderbaren „When You’re A French Director“ werfen die kinoverrückten Sparks im Walzertakt mit Klischees um sich: „ When you’re a French director, it seems la vie est belle/ Women say ,oui‘, they long to be top of the bill, oh well.“ Zu hören ist hier auch der französische Regisseur Leos Carax, zu dessen Film „Holy Motors“ die Brüder Mael 2012 einige Songs beisteuerten.

Eine dezente Melancholie liegt über vielen Songs des Albums – schon weil die Karriere des Duos nun fast 50 Jahre währt und einige der Themen auch für einen (guten!) Woody-Allen-Film taugen würden. „Édith Piaf (Said It Better Than Me)“ ist bei allem Augenzwinkern ebenfalls von einer sanften Wehmut durchzogen: „Live fast and die young – too late for that.“ Bleibt die Liebe zum „Scandinavian Design“, in dem sich bekanntlich Zeit und Raum aufs Geschmackvollste miteinander verbinden. Selbst zu „Game Of Thrones“ hat diese kluge und charmante Band eine Meinung. (BMG Rights/PIAS)

Kooperation


Pures Talent: So klingen die Stimmen großer Sänger ohne Instrumente

Elvis Presley https://www.youtube.com/watch?v=g5V73CcYuLM Für die Liste der besten Sänger aller Zeiten schrieb Robert Plant für ROLLING STONE: „Es gibt einen Unterschied zwischen denen, die nur singen, und denen, die mit ihrer Stimme an einen anderen, jenseitigen Ort gehen, die in sich eine Euphorie erzeugen. Man verwandelt sich. Ich habe das selbst erlebt. Und ich weiß, dass Elvis das auch konnte. Mein erster Elvis-Song war ‚Hound Dog‘. Ich wusste damals noch nichts von Big Mama Thornton oder wo der ganze Swing herkam. Ich hörte nur diese Stimme, die ihren absolut eigenen Platz hatte. Die Stimme war souverän, verführerisch, gnadenlos. Sie glitt auf…
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