Swans The Glowing Man


Der Schauspieler Uwe Friedrichsen starb im April mit 81, er war am Theater früh der Schüler neben Dr. Faust und dem Teufel, synchronisierte mal Ringo in einem Beatles-Film, beehrte die „Sesam­straße“ und ließ sich gern mit „Herr Schwierigsen“ anreden – er duldete selten Widerspruch und hatte fast immer was zu meckern. Herr Schwierigsen spazierte täglich um die Alster, den Hamburger Binnensee. Letztes Jahr saß ich dort auf einer Bank und trank mein Jever-Pilsener, da kam Herr Schwierigsen und beobachte drei Schwäne, die am Ufer planschten und mit ihrem Aussehen angaben. Ein Junge löste sich von seiner Mutter und betatschte einen Schwan, der Schwan schnappte nach dem Jungen und biss ihm in den Arm, der Junge heulte, die Mutter schrie, Herr Schwierigsen lachte und rief: „Schwäne sind nicht lieb!“ Herr Schwierigsen und Michael Gira hätten Freunde werden können.

Gira hat seine Band, die Swans, 1982 gegründet, 1997 aufgelöst und 2010 noch mal aufgestellt, jetzt erscheint die vierte Platte seit dem Neuanfang – ein Doppelalbum, acht Stücke auf „The Glowing Man“, in der Wüste entstanden, der Titelakt dauert fast eine halbe Stunde. Der Schlagzeuger heißt so wie der Gott des Donners und arbeitet auch als Zimmermann. Vorm Mauerfall hatten die Swans mit „Love Will Tear Us Apart“ ziemlich viele Hörer erreicht, aber das Lied spricht so wenig für ihr Werk, wie „My Ding-A-Ling“ für den ganzen Chuck Berry spricht. Giras Stimme, die tiefste Stimme der Menschheits­geschichte, hat früher fast alles bei den Swans bedeutet. Das gilt nicht mehr und muss einige Fans enttäuschen (Nun sing doch endlich!). Gira hat versucht, sich und seiner Musik jeden Wohlklang auszutreiben; ab und zu entspringt aus ihm wieder eine zärtliche Melodie, es geht wohl nicht anders.

Michael Gira, 62, vergleicht „The Glowing Man“ mit einem Monumental­film und wirkt auf der Bühne tatsächlich oft wie Charlton Heston als Ben Hur, vor dem plötzlich Jesus steht und ihn vorm Verdursten rettet. Im Oktober werden die Swans in Berlin und Hamburg auftreten – Gira droht bzw. verspricht, dass die Swans danach ihr Gefieder wechseln


Ozzy Osbourne zeigt „amputierte Finger“ für PETA-Katzen-Kampagne

Mit Ozzy Osbourne haben Katzen einen neuen Schutzpatron. Für die Tierschutzorganisation PETA hat sich der Künstler mit amputierten Fingern präsentiert – die Aktion soll darauf hinweisen, dass das Entfernen von Katzenkrallen eine schreckliche Tortur für die Tiere ist. Die Message lautet: „Entfernt euren Katzen nie die Krallen. Es ist eine Amputation, keine Maniküre.“ Manche Katzenbesitzer lassen bei ihren Tieren einen Eingriff durchführen, bei dem die Krallen entfernt werden – so können sie bei einer Haltung im Haus keinen Schaden mehr an Möbeln anrichten. Die Tierschutz-Kampagne erklärt nun aber, warum dies eine sehr schlechte Idee ist: „Beim Entfernen der Krallen wird…
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