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Die Streifenpolizei - der Podcast für Film & Serien vom Rolling Stone & Musikexpress

The Alan Parsons Project Eye In The Sky


Natürlich kann „Eye In The Sky“ nicht mehr unabhängig von jenen zwei monolithischen Tracks betrachtet werden, die das sechste Studioalbum des Alan Parsons Project eröffnen. Während das sphärische Intro, „Sirius“, in vielen Arenen dieser Welt den Einzug der Sportler gänsehauterregend untermalt, wird der Titelsong nicht nur im Radio Tag für Tag rauf und runter genudelt, sondern sogar über die Weltraumstation ISS in den Orbit hinausgeschallt.

Ganz irdisch handelt „Eye In The Sky“ von der Orwellschen Überwachung des Menschen in einer vom Technikfortschritt geknechteten Welt sowie von den sich mitunter gegenseitig das Wasser abgrabenden Glaubenssystemen. Erweitert um die eine oder andere esoterische Blüte, die Alan Parsons und der 2009 verstorbene Eric Woolfson seit der Gründung ihres Musikprojekts 1975 in Augenschein nahmen. Natürlich hat die Platte wesentlich mehr zu bieten, zum Beispiel das zärtlich-elegische „Old And Wise“, das das vielleicht konsistenteste, rundeste Album der nicht immer ganz geschmackssicheren Band beschließt.

Oder das herrlich größenwahnsinnige „Silence And I“, eine von Gilbert & Sullivan, Andrew Lloyd Webber und „The Dark Side Of The Moon“ gleichermaßen beeinflusste Rocksymphonie. Danach müsse Zeit für eine Tasse Tee sein, bevor die zweite Seite des Albums aufgelegt werden könne, wie der einstige Tontechniker in dem prächtig illustrierten und mit informativen Texten angereicherten Begleitband der Jubiläumsbox in einem Interview rät.

Kooperation

Neben einigen bisher unbekannten Versionen der bekannten Lieder sind die „Songwriting Diaries“ von Eric Woolfson eine echte Entdeckung. 2014 hatten die Töchter des Musikers hundert Audiokassetten entdeckt, auf denen sich schier endloses Probenmaterial fand.

Woolfson nahm anscheinend nicht nur alles auf, was er spielte, sondern archivierte es auch akribisch. So haben Zuhörer nun das nostalgische Vergnügen, dem Songwriter beim Komponieren und Improvisieren zu lauschen. (Sony)


Michael Stipes erstes Interview nach der Trennung von R.E.M.

Seit September 2011 hat man nicht viel gehört von Michael Stipe. Gesehen hat man ihn schon: bei Patti-Smith-Konzerten, in Berliner Galerien und Bars, bei der New Yorker Fashion Week und einmal auch in einem Raum mit seinen ehemaligen Kollegen – ausgerechnet in Athens/Georgia, wo 1980 die Weltkarriere von R.E.M. begann. Im November 2013 sprangen Bassist Mike Mills und Schlagzeuger Bill Berry im kleinen 40 Watt Club auf die Bühne, um mit Gitarrist Peter Buck „(Don’t Go Back To) Rockville“ zu spielen. Stipe stand etwas abseits im Publikum und sah zu. Das Verlangen mitzumachen hatte er nicht. Selbst enge Vertraute der…
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