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The Last Shadow Puppets Everything You’ve Come To Expect

Domino/GoodToGo

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Bereits dem gleichnamigen Werk von Jake Bugg verhalfen die Shangri-La Studios in Malibu zu einem goldenen Anstrich. Nun erweist sich das Mobiliar von Starproduzent Rick Rubin erneut als gutes Omen – diesmal für das zweite Album der Last Shadow Puppets, die Spielwiese von Miles Kane und dem Sänger der Arctic Monkeys, Alex Turner.

„Bad Habits“, die Leadsingle, hallt zunächst als Epilog zu Kanes letztem, schroffem Werk, „Don’t Forget Who You Are“, nach – in ihrer angenehmen Grobklotzigkeit untypisch für das episch wogende „The ’Bu“-Opus. Berief sich das mittlerweile um den Mini-Mansions-Bassisten Zach Dawes erweiterte Bandprojekt auf dem Debüt, „The Age Of The Understatement“, noch auf Scott Walker und Lee Hazlewood, passen die Einflüsse diesmal keinesfalls in eine schnöde Zeile und geben sich nicht so schnell zu erkennen. Mit einer Ausnahme: Wüsste man nicht, dass das Album bereits im vergangenen Sommer entstand, müsste man glauben, die mit Dankbarkeit verbundene Trauer über David Bowies Tod würde hier mitschwingen. So stolpert man über die Zeile „Collar on a diamond dog …“ und glaubt, „Sound And Vision“ zu orten. Oder doch Todd Rundgren? Marc Bolan? Roy Orbison? Ist das nicht eine Chic-Funkgitarre? Wenn Paul Weller beim Titelsong am Mikrofon stünde, wäre dieser eine prima Style-Council-Ballade.

Kanes und Turners Herzen schlagen im Takt – und ihr Gesang funktioniert ebenfalls in sync, insbesondere auf „The Element Of Surprise“ und „Dracula Teeth“. In den acht Jahren, in denen gleich drei Arctic-Monkeys-Platten erschienen, sind die Stimmen gereift. Die beiden Buddys dürften die derzeit interessanteste Zweierkombination mit Britpop-Wurzeln sein, aber „Everything You’ve Come To Expect“ würde keine so gewaltige Welle schlagen, wäre da nicht Owen Pallett. Der Kanadier konnte diesmal wesentlich mehr Raum für seine Streicherarrangements freilegen, einschmeichelnd und eindringlich wie die Manic Street Preachers in ihren besten Momenten. Man höre nur das Finale von „Sweet Dreams, TN“. Neil Hannon nickt wissend. A modern classic.

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