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tUnE-yArDs I Can Feel You Creep Into My Private Life



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Man nannte den Stil von Merrill Garbus, die seit 2009 unter dem Namen tUnE-yArDs Platten macht, anfangs Lo‑Fi-Folk. Das war schon damals nicht so richtig präzise, aber mittlerweile ist diese Genrebezeichnung für die eklektische Mischung aus Weltmusik, Jazz und Indiepop des mittlerweile durch den Bassisten/Produzenten Nate Brenner zu einem Duo erweiterten Projekts eindeutig zu klein.

Dieses Mal ist die wilde Musik in einem 80s-Sound aus Synthesizern eingebettet, der Gesang klingt bei einigen Stücken ein wenig roboterhaft (auch wenn Garbus gleich zu Beginn „I’m only human“ barmt). Das soll die Intimität der Texte etwas zurücknehmen, die, wie der Titel es andeutet, davon handeln, was passiert, wenn das Politische ins Private kriecht. Doch Garbus wehrt sich, lässt sich nicht die Seele nehmen und sich keine Lügen auftischen, zitiert Gospel- und Folksongs, Hip- und Trip-Hop. „Don’t tell me I’m free“, singt sie am Ende sirenenhaft im Loop.

Große Platte. Wichtige Platte. (4AD/Beggars)


Buyer's Guide: Pixies, Breeders und Frank Black – die Alben und Raritäten

Essenziell Pixies: Bossanova (1990) Eine Ode an zwei Themen amerikanischer Popkultur: Surfen und Ufos. Melancholische Strandlieder, weil Black Francis wie Beach Boy Brian Wilson zwar von Abenteuern berichtete, beide sie aber nicht selbst erlebten. Die anderen schwammen, Francis saß mit der Gitarre im Sand – hatte also mehr Zeit zum Nachdenken. Sang von Untertassen in der Area 51 und einer magischen Puppe namens Velouria, die in den Wäldern haust. „Als würden Psychopathen Songs für ein B-Movie aus den 50er-Jahren komponieren“, urteilte Blur-Gitarrist Graham Coxon. Eine Paarung unwahrscheinlicher Härte („Rock Music“) mit Wassermelodien („Ana“), die Gitarrist Joey Sant-iago so zärtlich spielt,…
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