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Ulrich Peltzer Das bessere Leben


Ein Dickicht aus treibenden Stakkatosätzen, flirrende Überschärfe, Assoziationsketten, jähe Rückblenden, eingeworfene Songzitate (von Dylan, Beatles und anderen), dann wieder die Totale: Ulrich Peltzer, der auch Drehbücher schreibt, hat es seinen Lesern noch nie leicht gemacht. Fokussierte sich sein bemerkenswerter Roman „Teil der Lösung“ (2007) noch auf die Berliner Republik, toben im neuen die globalen Stürme des Neoliberalismus. Mitten im Unwetter: ein um seine Existenz bangender Sales Manager, eine Reederei-Angestellte, ein diabolischer Risikoberater und weitere Figuren irgendwo zwischen São Paulo, Turin, Mailand, Lugano, Zürich, Amsterdam und China. Die alte Frage, warum wir so leben, wie wir leben, verbindet sie alle. Peltzers eigenwillige Prosa geht dabei zulasten der Musikalität – anders als bei den Suada-Endlossätzen von Thomas Bernhard oder Karl Ove Knausgård etwa, die zur Orientierung stets mit einem Refrain aufwarten. Dies wäre angesichts des essenziellen und hochaktuellen Themas: des Verglühens von Hoffnung auf eine bessere Welt, vielleicht hilfreich gewesen.


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