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Willie Nelson For The Good Times: A Tribute To Ray Price

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Mehr als ein halbes Jahrhundert lang schlangen sich ihre Lebens­linien umeinander, nicht zuletzt auch professionell. Ray ­Price hatte bereits bei Lefty Frizzell gelernt, nach Hank Williams’ Tod dessen Band übernommen und sich als Honky­tonk-Sänger diverse Hits ersungen, als er den jungen Willie Nelson 1961 bat, bei seinen Cherokee Cowboys einzusteigen. Seitdem blieben sie partnerschaftlich verbunden, machten periodisch gemeinsame Sache im Studio wie auf der Bühne: Seelenverwandte.

Und so war es Nelson ein Bedürf­nis, dem vor knapp drei Jahren verstorbenen Freund ein weiteres, vielleicht letztes Denkmal zu setzen, mit einer Platte, die an keiner Stelle wie eine Pflichtübung anmutet. Was aus diesen abermaligen Visitationen der Gipfel gemeinsamer Vergangenheit spricht, sind Wärme und Wehmut, Sanftmut und jene Jovialität, die aus Vertrautheit entsteht. Darin liegt die Stärke dieser Remakes von Klassikern des Honky­tonk und des Country & Western, aber auch ihre Schwäche.

Trost durch Kris Kristofferson

Willie Nelson gibt nicht vor, die Standards neu zu interpretieren oder gar umzudeuten. Seine Versio­nen von „Crazy Arms“, „Make The World Go Away“ oder „Heart­aches By The Number“ sind Lektionen in Country-Nostalgie, nicht verklärend, eher selbstvergewissernd. Sogar der Metropolitan-Schaffens­phase des Geehrten in den Siebzigern, als Price sich in streichergetränkten Sirupballaden erging, wird hier respektvoll Platz eingeräumt.

Produzent Fred Foster sorgt für klanglich wohltuende Balance, Arran­geur und Dirigent Bergen White für das Plüschige, derweil die Time Jumpers, eine soge­nannte Super­group des Western Swing, unter anderem mit Gitarrist Vince Gill und Fiddler Kenny Sears, den berühmten Shuffles Beine machen und gekonnt am Swing-Moment drehen, für uns dankbare Tänzer des Texas-Twostep. Trost spendet schließlich Kris Kristoffersons Titel­song: „I know it’s over/ Let’s be glad we had some time to spend together.“ (Legacy/Sony)

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