XTC Oranges & Lemons

Ape

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Der Auftakt ist eine Einladung in einen musikalischen Gemischtwarenladen. In den 15 Songs, die auf den orientalisch angehauchten Opener, „Garden Of Earthly Delights“, folgen, spaziert die britische Band – Kennzeichen: „spleenig“ – durch die Pop-Geschichte, zwischen üppigen Beach-Boys-Gesangsharmonien und perfekt komponierten und arrangierten Kleinoden, als hätten Lennon und McCartney gemeinsam New-Wave-Songs geschrieben.

1989 veröffentlicht, stellt „Oranges & Lemons“ mit Raffinesse und Einfallsreichtum selbst das von Todd Rundgren produzierte Album „Skylarking“ (1986) in den Schatten: Hier klimpern Banjo und Fiedel im Progressive Country von „Scarecrow People“, da wird Jazzpunk zelebriert („Miniature Sun“), dort Django Reinhardt von den Toten erweckt („Pink Thing“).

Auch in der neuen, vom synthetischen Achtzigerklang befreiten Abmischung von Steven Wilson strahlen die damaligen Singles am hellsten: Andy Partridges charmant-verschrobene Liebeserklärung „The Mayor Of Simpleton“ und Colin Mouldings resignierter Steely-Dan-Shuffle „King For A Day“. XTC waren nicht unterschätzt, aber erfolglos. Die neue Edition auf Partridges Label, Ape, enthält eine Blu-ray mit Videos, dazu unveröffentlichte Songs und eine exquisite Surround-Abmischung.

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