Rewind Today 1982: Ausnahmegitarrist Randy Rhoads stirbt bei Flugzeugabsturz


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Er hatte Kokain im Blut, und er hatte auch Flugangst. Dennoch ließ Randy Rhoads sich von seinem Tourbusfahrer Andrew Aycock überreden, nachts in dessen Privatflugzeug zu steigen. Gemeinsam flog man ein paar Runden über Aycocks Anwesen in Leesburg, Florida. Dicht am dort parkenden Tourbus der Ozzy-Osbourne-Crew vorbei, und, so hoffte man, damit laut genug um die Schlafenden zu wecken. Beim dritten Nahflug kam der Flügel des Kleinflugzeugs mit dem Bus in Berührung; daraufhin streifte die Maschine einen Baum und krachte schließlich in eine Garage neben dem Landhaus. Rhoads, 25, Aycock und eine weitere Frau verbrannten bis zur Unkenntlichkeit.

In unserer Liste der „100 größten Gitarristen aller Zeiten“ landete Randy Rhoads auf Platz 36. Unsere Würdigung:

Seine Karriere war viel zu kurz: Randy Rhoads, einst Mitglied bei Quiet Riot und danach von Ozzy Osbourne engagiert, starb 1982 im Alter von 25 Jahren bei einem Flugzeugabsturz. Aber seine präzisen, kunstvoll gebauten Speed-Soli auf Ozzy Osbournes „Crazy Train“ und „Mr. Crowley“ lieferten die Vorlage für zahllose Metal-Gitarristen der nachfolgenden Jahre. „Er war der Grund, dass ich acht Stunden am Tag geübt habe“, sagt Tom Morello, der Rhoads den „größten Hardrock/Heavy Metal-Gitarristen aller Zeiten“ nennt. Rhoads hatte bereits als Teenager Quiet Riot mitgegründet, stieß aber 1979 für „Blizzard of Ozz“ zu Ozzys Band, nachdem er zwischenzeitlich auch als Gitarrenlehrer gearbeitet hatte.

Der Legende nach nahm er selbst weitere Stunden, wenn er mit Ozzy auf Tournee war. Als er sein letztes Album „Diary Of A Madman“ aufnahm, beschäftigte er sich zunehmend mit Klassik und Jazz. „Er suchte ganz tief in seinem Inneren nach dem, was ihn als Gitarristen ausmachte“, so Nikki Sixx von Mötley Crüe. „Der nächste Schritt war eigentlich schon vorgezeichnet.“