Rob Reiners Sohn: Was wir über Nick Reiner wissen

Rob Reiner und seine Ehefrau Michele wurde in ihrem Anwesen mit zahlreichen Stichen tot aufgefunden. Die Polizei befragt ihren Sohn Nick.

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Nach dem Tod von Regisseur Rob Reiner und seiner Ehefrau Michele Singer hat die Polizei von Los Angeles mit intensiven Ermittlungen begonnen. Wie es heißt, steht der 32-jährige Sohn des getöteten Paars, Nick Reiner, unter Verdacht. Inzwischen wurde er auch festgenommen.

Obwohl Rob Reiner und seine Frau Michele viele öffentliche Auftritte hatten und auch philantropisch tätig waren, blieben ihr Sohn Nick wie auch seine Geschwister eher im Hintergrund. Bekannt ist allerdings, dass Nick lange Zeit mit Drogen zu kämpfen hatte.

Nick Reiner war lange Zeit abhängig von Drogen

„People“ erzählte Nick Reiner 2016, dass er schon in jungen Jahren süchtig wurde und mit 15 Jahren seinen ersten Entzug durchmachte. Zum Zeitpunkt des Interviews gestand er insgesamt 12 Entzüge.

Hinzu kam, dass er aufgrund der Drogen-Probleme mehrfach obdachlos war. „Ich schlief nachts auf der Straße, ich habe wochenlang auf der Straße verbracht. Das war nicht lustig“, erklärte er der Promi-Zeitschrift und ergänzte, inzwischen wieder „zu Hause“ in Los Angeles zu sein und bei der Familie zu leben.

Wie es heißt, war die Beziehung zu Vater Rob Reiner lange Zeit alles andere als rosig. Eine Annäherung gelang beiden allerdings mit dem von Reiner inszenierten Film „Being Charlie – Zurück ins Leben“ (2015), für den der Sohn das Drehbuch schrieb. Das Drama basiert auf Erfahrungen, die Nick als Drogenabhängiger machte.

Update:

Nick Reiner sorgte für Aufsehen, als er am Samstag (13. Dezember) auf der Weihnachtsfeier von Conan O’Brien war, nur einen Tag bevor er mutmaßlich seine Eltern, Rob Reiner und Michele Singer, ermordete. Das bestätigten Quellen gegenüber ROLLING STONE.

Demnach fragten die Reiners vorher nach, ob sie Nick mit zur Party bringen könnten, um dort, so heißt es wörtlich, „ein Auge auf ihn haben“ zu können. Auf der Party, so die Quellen weiter, habe Nick „antisoziales Verhalten“ gezeigt, beispielsweise indem er Menschen angestarrt habe.

Berichte über Streit und familiäre Belastung

„TMZ“ berichtete als erstes, dass Nick an der Party teilgenommen habe, wobei Augenzeugen ihnen berichteten, dass Nick und Reiner in einen „sehr lauten Streit“ geraten seien. Das Medium berichtete weiter, dass Reiner und Singer in den letzten Monaten damit zu kämpfen hatten, wie sie mit Nick umgehen sollten, da er weiterhin mit psychischen Problemen und angeblichem Drogenmissbrauch zu kämpfen hatte.

Ein Vertreter der Familie Reiner reagierte nicht sofort auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme. Auch ein Vertreter von O’Brien reagierte nicht.

Auffinden der Leichen und Festnahme

Reiner und Singer wurden am Sonntagnachmittag (14. Dezember) in ihrem Haus in Los Angeles tot aufgefunden. Der 32-jährige Nick wurde um 9:15 Uhr Ortszeit festgenommen, nachdem Ermittler der Polizei von Los Angeles „festgestellt hatten, dass die Reiners Opfer eines Mordes geworden waren“ und dass Nick „für ihren Tod verantwortlich“ war.

Nick wurde wegen des Verdachts auf Mord festgenommen und „bleibt ohne Kaution in Haft“, während die Polizei ihren Fall der Staatsanwaltschaft von Los Angeles vorlegt.

Eine lange Geschichte von Sucht und Konflikten

Nick hatte eine komplizierte Beziehung zu seinen Eltern und kämpfte lange Zeit mit seiner Drogenabhängigkeit. Mit 15 Jahren begab er sich zum ersten Mal in eine Entzugsklinik und verbrachte einen Großteil seiner Teenagerjahre damit, verschiedene Einrichtungen zu durchlaufen.

Einige Jahre, nachdem er mit 19 Jahren clean geworden war, war er Co-Autor des halbautobiografischen Films Being Charlie, der sich hauptsächlich um die Beziehung zwischen einem problembelasteten Sohn und einem berühmten Vater dreht und bei dem Reiner Regie führte.

Einer von Nicks letzten bekannten öffentlichen Auftritten war im September bei der Premiere von Spinal Tap II: The End Continues in Los Angeles. Nick wurde auf dem roten Teppich zusammen mit seinen Eltern und seinen Geschwistern fotografiert.

Marc Vetter schreibt freiberuflich unter anderem für ROLLING STONE. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.